Cilvēka radīšana / Die Erschaffung des Menschen

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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Dzīvoja viens cilvēks. Viņš bija nabags, un tam nebija ko ēst. Tā viņš nogāja meklēt pasaules galu. Gāja un redz: pie ceļa aug krūmi. Bet cilvēkam bija ļoti iegribējies ēst. Tad cilvēks domāja: "Kam vēders ir vajadzīgs? Tik lieks grūtums un ēst gribas." Paņēma un iesvieda vēderu krūmos. Tagad viņam ēst negribas un ļoti viegli iet. Iet, iet un nomaldījās, tā ka atnāca uz to vietu, kur vēderu pameta. Vēders apgrauzis krūmus, un vairāk nav bijis ko ēst, tā ka palicis pavisam vājš. Cilvēkam, to ieraugot, palika žēl sava vēdera, paņēma un atkal ielika. Tā viņam uzreiz palika grūti un gribējās ēst. Bet nu satiek Dievu. Dievs prasa, kam viņš atkal paņēmis vēderu. Tagad visu mūžu vajadzēs nēsāt un tik viņam vajadzēs strādāt.

Tā nu cilvēks strādā tik vēderam.

Es lebte einmal ein Mann. Er war so arm, dass er nichts zu essen hatte. Da machte er sich auf den Weg, um das Ende der Welt zu suchen. Er ging und ging und sah: Am Straßenrand wuchsen Sträucher. Aber der Mann hatte großen Hunger. Da dachte er: "Wozu muss der Mensch einen Bauch haben? Man hat es schwer damit, denn man verspürt immer Hunger." Er nahm seinen Bauch und warf ihn ins Gebüsch. Jetzt verspürte er keinen Hunger und auch das Gehen fiel ihm leicht. Er ging und ging, bis er sich verirrte und kam wieder zu der Stelle zurück, an der er seinen Bauch zurückgelassen hatte. Der Bauch hatte inzwischen die Sträucher benagt, und da in der Nähe nichts Anderes zum Essen war, war er ganz dünn geworden. Als der Mann das sah, tat ihm sein Bauch leid, er hob ihn auf und fügte ihn wieder an seinen Körper. Sogleich fiel ihm das Wandern wieder schwer und er verspürte wieder Hunger. Unterwegs begegnete er Gott. Gott fragte ihn, warum er seinen Bauch wieder aufgehoben habe. Jetzt werde er ihn sein ganzes Leben lang mit sich herumtragen und für ihn arbeiten müssen.

Von da ab arbeitet der Mensch für seinen Bauch.

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