Die Haustiere

From Pasakas un teikas
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Comments: Vgl. zwei Märchen im Band I. S. 312. u. 313., Nr. 104. P. Š.


Wenn man sich in der ersten Weihnachtsnacht sich oben auf dem Stallboden versteckt, kann man hören, was die Haustiere sprechen. Ein Bauer schickte in jener Nacht seinen Knecht auf dem Stallboden, die Gespräche der Haustiere zu belauschen. Der Knecht hörte, dass alle Tiere sich über das schlechte Futter beklagten (denn der Bauer war ein großer Geizkragen); ganz besonders aber beklagten sich zwei Ochsen, die nur Roggenstroh zu fressen bekommen hatten: "Es ist nur gut, dass wir vielleicht in der ganzen Strohmenge noch zwei Lofmaß Körner finden werden, sonst müssten wir Hungers sterben." Als der Geizhals das hörte, ließ er das Stroh nochmals dreschen und gewann tatsächlich noch 2 Lofmaß Roggen. Aber die Ochsen konnten vom Stroh allein nicht am Leben bleiben — sie verendeten. Der Knecht aber, der ihr Gespräch belauscht hatte, verstarb.

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