Die Haustiere

From Pasakas un teikas
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Comments: Dieses Märchen ist auch ins Polnische übersetzt worden. 1891, Krakau, "Lotysze Inflant Polskich — z gmini Vielonskiej, proviatu Rzezyckiego."


Einmal, als Gott auf der Erde wandelte, kam er an einen Fluss und konnte nicht hinüberkommen. Am Ufer des Flusses graste ein Pferd. Gott bat das Pferd, ihn zum anderen Ufer des Flusses zu bringen, aber das Pferd entgegnete: "Geh nur selbst hinüber. Ich kann mich ja in der Zeit sattfressen."

"Gut!" Sagte Gott, "du wirst dein Leben lang fressen müssen, ohne dich erholen zu können, und die Fliegen werden dich beim Grasen nicht in Ruhe lassen."

Da begab sich Gott zum Stier (Ochsen), der Stier kniete sich gleich hin, damit Gott aufsitzen konnte, und brachte ihn ans andere Ufer. Und deshalb kann der Stier sich erholen, wenn er sich satt gefressen hat; das Pferd dagegen hat niemals Ruhe. Auf der Weide lassen es die Fliegen nicht in Frieden, und danach treibt der Mensch es an die Arbeit.

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