Die Haustiere

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten, als die Tiere noch sprechen konnten, kam Gott, der auf der Erde zu wandeln pflegte, eines Tages an einen Fluss, an dessen Ufer das Vieh weidete. Gott ging auf die Kuh zu und bat sie, ihn über den Fluss zu tragen. Aber die Kuh antwortete, sie habe keine Zeit, denn sie müsse grasen. Da sagte Gott zu der Kuh: "So wirst du denn auch niemals Zeit haben! Du wirst dein Leben lang fressen müssen." Nun begab sich Gott zum Pferd und bat es, ihn über den Fluss zu tragen. Das Pferd antwortete, er solle es nur besteigen, dann werde es ihn mit dem größten Vergnügen über den Fluss tragen. Gott bestieg das Pferd, und das Pferd trug Gott über den Fluss. Am anderen Ufer sprach Gott zu dem Pferd: "Ich erlaube dir, deine Nahrung zu verschlingen und sie gleich zu verdauen, damit du mehr Zeit hast, dich zu erholen." Bis zu der Zeit hatte das Pferd ebenso wie die Kuh wiederkäuen müssen. Nachdem er Gott über den Fluss getragen hatte, brauchte er nicht mehr wiederzukäuen; die Kuh muss es jedoch bis auf den heutigen Tag tun.

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