Die Haustiere

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten soll die Kuh mehr als vier Zitzen gehabt haben. Die Katze war der Milch bereits überdrüssig, deshalb warf sie in ihrem Übermut die Kuhzitzen ins Feuer. Als der Hund sah, dass die Zitzen brannten, versuchte er sie zu retten und konnte noch vier mit seinem Maul erwischen. Dabei hat der Ärmste ordentlich sein Maul versengt: deshalb sieht man bei vielen Hunden noch heute ein schwarzes Maul mit einer unebenen Haut. Seit der Zeit hat die Kuh nur vier Zitzen. Wenn man auch noch bei mancher Kuh eine fünfte und sechste Zitze sehen kann, so sind diese so klein, dass man aus ihnen keine Milch melken kann, denn sie sind im Feuer verkrustet. Die Kuh verfluchte damals die Katze, und Gott bestimmte auf ihre Bitte hin, dass die Katze kein Tröpfchen Kuhmilch mehr bekommen sollte. Der Hund wohl- auch in der Zeit, in der die Kuh trocken ist, sollte er wenigstens soviel wie ein Tröpfchen, das auf ein Birkenblatt fällt, bekommen. Aber im Leben wird es oft umgekehrt: die Katze, stiehlt sich hier und dort etwas Milch, der Hund geht leer aus.

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