Die Tiere des Waldes

From Pasakas un teikas
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Comments: Eine ganz ähnliche Sage habe ich auch in Rauna gehört. P. Š.


Vor vielen, vielen Jahren, als noch dichte Wälder unsere Heimat bedeckten, hüteten Wölfe Schafe und anderes Vieh.

Die Bäuerin entlohnte den Wolf für seine Arbeit jeden Tag mit einem Laib frisch gebackenen Brotes. Bevor das Vieh aus dem Stall getrieben wurde, warf sie das warme Brot demWolf vor der Haustür in den Rachen. Mit der Zeit wurde der Bäuerin ein tägliches Entlohnen und Bedienen des Wolfes lästig, obwohl der Wolf ein guter Hirte war und das Vieh satt nach Hause trieb. Einmal stand die Bäuerin selbst nicht auf und ließ ihre Magd backen und den Wolf füttern. Die Magd hatte jedoch ihren eigenen Kopf: als der Wolf vor die Haustür trat und auf seinen Brotlaib wartete, warf sie ihm einen heißen Stein in den Rachen, der dem Wolf das Maul versengte. Seit der Zeit hat der Wolf ein schwarzes Maul. Den Schafen ist er jetzt der größte Feind, und die Menschen müssen selbst ihr Vieh hüten. So geht es, wenn faule Bäuerinnen ihre Pflichten nicht erfüllen.

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