Die Tiere des Waldes

From Pasakas un teikas
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Früher gab es keinen Wolf, es gab nur den Hund. Er hütete ganz allein das Vieh, ohne dass ein Hirte dabei sein musste, aber dafür musste die Bäuerin ihm einen kleinen Laib Brot geben. Doch die Bäuerin war geizig: einmal wickelte sie einen Stein in den Brotteig, buk ihn eine Weile und warf ihn dem Hund in den Rachen, obwohl er ganz heiß war. Der Hund lief zu Gott, sich zu beklagen. Gott entschied die Sache ganz schnell: er riss den Hund mittendurch und warf das Hinterteil in den Wald. Aus dem Hinterteil entstand sogleich ein böser Wolf, der gleich die Schafe der Bäuerin riss. Den Vorderteil warf er auf den Bauernhof hinunter, und aus dem entstand der Hund. Der Wolf fürchtete sich sehr vor dem Hund, denn er wusste, dass der Hund sein Haupt war. Die Bäuerin musste jetzt aber ein dreifaches Übel ertragen: der Wolf raubte seinen Anteil, der Hund verlangte seinen Brotlaib und außerdem musste sie noch einen Hirten dingen, der dem Hund helfen sollte, die Schafe gegen den Wolf zu schützen.

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