Die Tiere des Waldes

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten, als unsere Erde ganz mit Wald bewachsen war und die Bauern keine Äcker hatten, die sie pflügen und bebauen konnten, lebten die meisten Menschen, indem sie Tiere jagten und Bienen hielten. Sie brauchten damals weder Bienenstöcke anzufertigen noch die Bienen zu versorgen. Die Bienen lebten in Baumhöhlen und trugen viel Honig heim. Damit die Imker selbst nicht in Streit gerieten, teilten sie den Wald unter sich in Bezirke auf, und Gott sorgte für sie alle. Wer aus fremden Bäumen Honig stahl, der wurde von Gott selbst bestraft. Ein Imker, namens Bär, hatte sehr viel Honig, aber ihm selbst schien es noch zu wenig. Deshalb erkletterte er auch noch die Bäume der anderen Imker und stahl ihnen Honig. Gott hatte ihn schon mehrmals bestraft, aber er hatte sich noch nicht geändert.

Schließlich sagte Gott zu ihm: "Wenn du nun so gierig nach Honig bist, dass dir deine eigenen Honigbäume nicht genügen, so dass du immer andere Imker bestiehlst, so wirst du dein ganzes Leben lang auf die Bäume klettern und Honig stehlen und dich vor den Imkern schämen müssen." Und so wurde er in ein Tier des Waldes, in einen Bären verwandelt, der den Imkern im Walde den Honig stiehlt.

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