Die Tiere des Waldes

From Pasakas un teikas
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Als Gott sah, dass die Mücken sowohl den Menschen als auch dem Vieh Schmerzen zufügten, beschloss er, alle Mücken der Welt zu vernichten. Er steckte alle Mücken in einen ledernen Sack und befahl dem Hasen, sie an der tiefsten Stelle im Meer zu ertränken, aber ja den Sack nicht zu öffnen. Unterwegs aber erwachte in dem Hasen eine große Neugierde: was mochte wohl in dem Sack sein? Als er das Meer erreicht hatte, dachte er bei sich: ein wenig könnte man schon hineinschauen!

Kaum hatte er den Sack ein wenig geöffnet, da flog auch schon eine Mücke summend aus dem Sack hervor. Der Ärmste erschrak und rannte der entflogenen Mücke nach, wobei er ganz vergaß, den Sack wieder festzubinden. Die Mücke flog davon, bald höher, bald tiefer, und der Hase sprang ihr auf dieselbe Weise nach — bald höher, bald tiefer. Schließlich erhob sich die Mücke höher in die Luft und entschwand den Blicken des Hasen. Ermüdet und erschrocken lief der Hase zu dem Sack zurück, aber inzwischen hatten schon alle Mücken den Sack verlassen. In seiner Angst warf er den Sack ins Meer und begann die Mücken einzeln zu fangen. Sobald er eine Mücke erblickte, sprang er ihr nach, aber die Mücken verschwanden in der Luft. Seit der Zeit könne der Hase nicht mehr anders laufen als nur hüpfend — als würde er noch immer Mücken fangen.

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