Die Vögel

From Pasakas un teikas
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Früher lebte der Storch bei den Menschen, verrichtete dieselbe Arbeit und aß mit ihnen. Er hatte es gar nicht schlecht, aber einmal stellte er doch etwas Unrechtes an. Einmal hüteten die Hirten das Vieh und nahmen am Ufer eines Bächleins ihre Mahlzeit ein. Auch der Storch half beim Hüten und aß zusammen mit den Hirten. Er fand ein Krümchen Brot auf der Erde. Er wälzte es im Schlamm und knetete daraus ein großes Stück Brot. Mit diesem Stück begab er sich zu Gott, um ihm zu zeigen, dass die Hirten Brot herumwarfen und in den Schlamm traten, um die Hirten zu verklagen, dass Gott ihnen das Brot ganz wegnahm. Aber Gott glaubte dem Storch gleich die Geschichte nicht und forderte ihn auf, das Brot durchzubrechen. Das wollte der Storch nicht gern tun, aber schließlich brach er es doch durch. In der Mitte des Klumpens befand sich nur ein kleines Krümchen Brot. Gott war so wütend, dass er den Storch rücklings aus dem Himmel warf, so dass er in ein Teerfass fiel, das am Ufer des Bächleins stand.

Und so bekam er wegen seiner Lügengeschichte schwarze Flügel.

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