Putni / Die Vögel

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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Kad Dīvs radīja pasauli un, apsavēris sovu radību, atroda, ka dažus, sevišķi vardes un čyuskas ar zalkšņim, labuok salaist jyurā, salasīja tūs lelā bucā un lyka meitai nest sleicynuot. Un pīsacīja, lai bucā nasaver. Meita nūnesja bucu leidz jyurai un jau gribēja jū mest yudenī, bet te sagruobja jū lela ziņkuorība. Nu, kai tad napasavērt, kas tur īkšā?

Jei atruovja bucai vuoku, skotuos — tovu breinumu! — dzeivi kustūņi. Un kuodeļ jūs sleicynuot? Cikom meita pruotoj, tikom vardes, šķierzloti, čyuskas un zalkšņi suok ruopuot nu bucas. Meita ķer vīnu, ķer ūtru, bet cikom jei vīnu saķer, tikom desmit cytu izlein uorā. Tai izbāga vysi, un buca palyka tukša.

Meita īt uz Dīvu žāluotīs, bet Dīvs sabar jū un par struopi puormej jū par lelu putnu un līk jam lasīt izbāgušu kustūni. Un žugure vēļ šū bolt dīn staigoj pa purim un slapņom pļovom, lasīdama tuorpus, vardes un šķierzlotus.

Nivīns cylvāks nadreikst juos šaut. Kurs nūšautu vīnu žuguri, tuo muoja sadagtu zylu guni. Cytas žugures tū guni atnastu nu tuolejom zemem.

 

Nachdem Gott die Welt erschaffen und seine Schöpfung betrachtet hatte, fand er, dass man einiges Getier, vor allem Frösche, Schlangen und Eidechsen lieber ins Meer werfen sollte. Er steckte sie alle in ein Fass und befahl einer Magd, sie zu ertränken. Die Magd brachte das Fass bis zum Meer und wollte es bereits ins Wasser werfen, aber da wurde sie von großer Neugierde gepackt: warum sollte sie nicht hineinschauen?

Sie hob den Deckel des Fasses an: lebendiges Getier! Und warum sollte man es ertränken? Während die Magd noch überlegte, krochen die Schlangen und die Eidechsen und die Frösche aus dem Fass. Nun beginnt die Magd nach dem einen und nach dem anderen zu suchen, aber während man eins einfängt, sind zehn andere entkommen. Schließlich waren alle auf diese Weise entflohen — das Fass war leer.

Da begab sich die Magd zu Gott und wollte sich bei ihm beklagen, aber Gott schalt sie aus und verwandelte sie zur Strafe in einen großen Vogel, der das entflohene Getier aufsammeln musste. Und der Storch sucht noch heute auf nassen Wiesen und in Sümpfen nach Schlangen, Fröschen und Eidechsen.

Kein Mensch wagt nach einem Storch zu schießen. Wenn ein Mensch einen Storch erschießen sollte, würde sein Haus in blauen Flammen aufgehen. Andere Störche würden das Feuer aus fernen Ländern herbeiholen.

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