Fische und verschiedenes Getier

From Pasakas un teikas
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Als der liebe Gott die Spinne geschaffen hatte, sah sie nicht so aus wie heute: beide Enden dick, die Mitte ganz dünn, nein, ihr Körper war gleichmäßig dick. Einmal vesperten die Hirten draußen beim Viehhüten. Da kam die Spinne herbeigekrabbelt, erblickte die heruntergefallenen Brotkrümchen, sammelte sie auf und eilte damit zu Gott, um sich bei ihm zu beklagen, dass die Hirten seine Gaben verschmähten. Der liebe Gott schaute die Spinne an, erkannte ihren falschen Sinn, ergriff eine Peitsche und schlug die Spinne auf den Rücken, und schrie sie an — ob sie sich denn nicht schäme, mit solchen Kleinigkeiten zu Gott zu kommen. Die Peitsche wand sich um die Mitte der Spinne, Gott zog die Peitsche zurück und presste dabei die Mitte so zusammen, dass sie ganz dünn wurde, während die beiden Enden dick blieben. Seit der Zeit haben alle Spinnen eine dünne Mitte und dicke Enden. Die Spinne ist noch heute die Feindin der Hirten, die sie die Schamlose nennen.

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