Tiere und Vögel bei gemeinsamer Arbeit

From Pasakas un teikas
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Comments: Diese Sage ist schon als Nr. 218 unter die Märchen des I. Bandes aufgenommen worden. P. Š.


Alle Tiere mussten das Flussbett für die Düna graben. Gott kam zu den Arbeitern und fragte, wo denn der Krebs geblieben sei, dass man ihn bei den Grabenden nicht sehe.

Gott hatte den Krebs nicht bemerkt, obwohl er auch beim Graben war. Als der Krebs hörte, dass Gott ihn gar nicht bemerkt hatte, fragte er, ob denn Gott seine Augen am Hintern habe, dass er ihn nicht sehen könne. Er sei doch zur Stelle. Kaum hatte der Krebs diese Worte ausgesprochen, als sich seine Augen auch schon hinten befanden. Seit der Zeit haben alle Krebse ihre Augen hinten.

Da warf Gott den Blick nach oben und bemerkte den Regenpfeifer, der auf dem Ast eines Baumes saß und gar nicht daran dachte, sich am Graben zu beteiligen. Gott fragte ihn, warum er nicht beim Graben sei. Ob er denn gar nicht von dem Wasser der Düna trinken wolle? Da antwortete der Regenpfeifer, dass er auf das Wasser der Düna nicht angewiesen sei, er könne seinen Durst auch am Tau, der sich auf Espenblättern angesammelt hat, stillen. Nun bestimmte Gott, dass der Regenpfeifer nirgends sonst als nur von den Blättern der Espe trinken dürfe. Und so trinkt der Regenpfeifer noch heute nur Tautropfen, die sich auf Espenblättern angesammelt haben.

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