Bäume und andere Pflanzen

From Pasakas un teikas
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LP, VII, II, 53, 1, 1.

In alten Zeiten, als die Bäume lebendig waren und wandeln und reden konnten, war die Weide ein angesehener Baum. Alle lobten und schätzten sie. Aber solches Loben machte die Weide nur stolz und hochmütig: sie begann sehr schlank und hoch zu wachsen und prahlte mit der Zeit über die Wolken hinauswachsen zu wollen. Wegen einer solchen Prahlerei wurde Gott zornig auf die Weide und drückte sie ganz zu Boden. Er wollte ihr keinen Platz mehr auf der Erde geben. Da begab sich die Weide zu Gott und bat ihn flehentlich, ihr wenigstens soviel Erde zu gönnen, wie sie mit ihrer Krone bedecken könne. Schließlich gab Gott doch nach und gewährte ihr soviel Erde, wie sie erfleht hatte. Seit der Zeit haben alle Weiden, so hoch sie auch sein mögen, nur eine Wurzel.

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