Koki un citi augi / Bäume und andere Pflanzen

From Pasakas un teikas
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Place of recording Bejas pagasts
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Agrāk koki runājuši tāpat kā cilvēki. Bet tad posts bijis, nevarējuši nekā malku dabūt. Ja gribi cirst, lūdzas tik žēli, ka pat akmens sirds vietā paliktu mīksts. Viena saimnieka sievai piedzimis bērns, bet ir tik auksts, ka bērns salst vai nost. Cita nekā, vīrs iet uz mežu pēc malkas, ar ko krāsni iekurināt: vai tad nu ļausi bērnam nosalt? Vīrs pieiet pie jauna koka un cirtīs zemē. Koks sāk lūgties: "Neņem nu vēl mani, vēl es jauns, gribas padzīvot, ej tur pie vecāka." Vīrs iet pie vecāka, šis atkal: "Kas nu tev no manis būs? Esmu vecs, man jau vidus tukšs. Cik tev nu no manis tās malkas tiks? Bet ej tur pie tā līkā koka, viņš jau tāpat nekam neder." Vīrs aiziet pie līkā koka, bet šis atkal lūgties: "Necērt nu mani. Kas tev nu no manis būs? Esmu līks un sīksts. Ne nu varēsi vezumā iekŗaut, ne arī pārplēst. Ej labāk tur pie taisnā." Vīrs iet pie taisnā — tas pats dievs: lai nu vēl necērtot. Kad paaugšot, būšot labs lietas koks. Vīrs cita nekā, iet Dievam sūdzēt. Tā un tā, bērns salst, malkas nevar dabūt.

No tā laika Dievs aizliedzis kokiem runāt, un cilvēki varējuši malku cirst, cik uziet.

 

Früher konnten die Bäume wie die Menschen reden. Aber man hatte seine liebe Not mit ihnen: wie sollte man da zu Brennholz kommen? Sobald man einen Baum fällen wollte, bat er so flehentlich um Gnade, dass sogar ein steinernes Herz erweicht werden konnte. Eine Bauernfrau gebar ein Kind, aber im Hause war es so kalt, dass das Kind glatt hätte erfrieren können. Nichts zu machen: der Mann begibt sich in den Wald, Brennholz zu beschaffen. Sollte er denn sein Kind erfrieren lassen! Der Mann tritt an einen jungen Baum und will ihn fällen.

Aber da begann der Baum ihn anzuflehen: "Nimm mich nicht, ich bin noch so jung und möchte noch etwas leben. Geh dort zu dem Älteren!" Der Mann tritt an den älteren Baum, aber auch der beginnt zu reden: "Was wirst du denn von mir haben? Ich habe ja schon eine hohle Mitte, wie viel Brennholz kannst du da aus mir gewinnen? Geh lieber an den schiefen Baum, der ja sowieso zu nichts anderem mehr taugt." Der Mann tritt an den schiefen Baum, aber auch der beginnt zu betteln "Haue mich nicht ab! Was wirst du denn von mir haben? Ich bin schief und hart. Weder wirst du mich spalten, noch auf deine Fuhre laden können. Geh lieber an den geraden Baum!" Der Mann tritt an den geraden Baum — dasselbe Lied: er möchte ihn noch nicht fällen. Dürfe er noch wachsen, so werde er gutes Nutzholz abgeben. Nun konnte der Mann nicht mehr anders — er begab sich zu Gott, um sich bei ihm zu beklagen. So und so, das Kind friert, Brennholz nicht zu beschaffen.

Seit der Zeit verbot Gott den Bäumen zu reden, und nun konnten die Menschen soviel Brennholz schlagen, wie sie nur brauchten.

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