Bäume und andere Pflanzen

From Pasakas un teikas
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Gott schuf die Blumen und erlaubte jeder Blume dort zu leben, wo es ihr am besten gefiel. Manche Blümchen ließen sich auf dem Berg nieder, manche blieben im Tal, aber keine wollte in den Wald gehen. Als das Maiglöckchen den Frühling eingeläutet hatte, bedeckten sich alle Hügel und Täler mit Blumen, aber der Wald war kahl und leer. Darüber wurde der Wald traurig und beklagte sich bei Gott. Gott riet ihm, die Blümchen schön zu bitten, dann würden gewiss einige auch zu ihm ziehen. Der Wald tat es und versprach ihnen, sie vor Kälte und Regen zu schützen. Das Maiglöckchen, das damals auf dem freien Felde wuchs, hatte ein mitleidiges Herz. Es zog als erstes seine Beinchen aus der Erde und wanderte in den Wald. Seine Freundinnen, die nicht allein draußen bleiben wollten, zogen mit. So füllte sich der Wald mit Blümchen. Aus Dankbarkeit versteckt der Wald noch heute das Maiglöckchen so gut, dass es schwierig ist, es zu entdecken.

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