Gott erbarmt sich der Gehorsamen

From Pasakas un teikas
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Eine Bäuerin hatte kein Glück mit ihrem Vieh: entweder verendete es oder es taugte nicht viel. Obwohl die Bäuerin das Vieh gut versorgte, konnte man den Kühen alle Rippen zählen und die Rücken waren so mager wie Fischgräten. Eines Tages beschloss die Bäuerin sich zu ihrer Freundin, der Bäuerin des Nachbarhofes zu begeben und sie um Rat zu fragen. Sie musste durch einen Wald gehen. Die Bäuerin ging und weinte über ihr hartes Schicksal. Auf einmal — woher er kam, woher nicht — gesellte sich zu der Bäuerin ein alter, zerlumpter Mann und fragte sie: "Warum weinst du, erzähle mir, was dir fehlt?"

Die Bäuerin erzählte dem Alten ihren Kummer. Der Alte antwortete: "Geh nach Hause, dein Vieh wird genesen, wenn du am Sonntag kein Mehl mehr sieben und kein Brot mehr backen wirst, denn das ist die Nahrung des Leibes!" Danach verschwand der Alte. Als die Bäuerin nach Hause kam, fand sie das Vieh gesund und munter vor. Seit der Zeit war sie die glücklichste Bäuerin.

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