Gott erbarmt sich der Gehorsamen

From Pasakas un teikas
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Ein Mann kehrte von der Arbeit heim. Es war schon spät am Abend, als er den Gutshof verließ. Er musste durch den Wald gehen und verirrte sich. Lange irrte er umher. Es wurde Nacht, im Walde war es ganz dunkel. Der Mann stolperte vorwärts. Er war müde und er hatte Hunger, aber nichts zu essen. Es gelang ihm nicht, den Heimweg zu finden.

Schließlich setze sich der Mann auf einen Stubben hin und begann zu Gott zu beten. Als er wieder den Kopf erhob, erblickte er nicht weit entfernt einen Lichtschimmer. Der Mann begab sich in die Richtung, aus der das Licht schimmerte, und näherte sich einer winzig kleinen Hütte, vor der ein Feuer brannte, an dem ein kleiner, gebeugter alter Mann saß und in einem kleinen Töpfchen Essen kochte.

Der Wanderer bot ihm guten Abend und bat ihn, sich hinsetzen und erholen zu dürfen. Der Alte gewährte es ihm. Als das Abendessen fertig war, bewirtete der Alte auch den Wandersmann und dann legten sich beide in der Hütten schlafen.

Als der Mann am nächsten Morgen erwachte, schaute er sich verwundert um. Er lag ausgestreckt auf dem Waldboden und hatte den Kopf auf den Stubben gelegt. Von dem gestrigen Alten, seiner Hütte und dem Feuer war keine Spur zu sehen. Da betete der Mann zu Gott und setze seinen Weg wieder fort. Bald fand er die richtige Straße und kam glücklich nach Hause.

Der Alte, der an dem Lagerfeuer gesessen hatte, war Gott selbst gewesen.

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