Gott erbarmt sich der Gehorsamen

From Pasakas un teikas
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Es lebte ein alter Bettler, der eine kleine Hütte und ein kleines Stückchen Land besaß. Der Bettler hoffte nur mit dem Beten auskommen zu können. Er nahm seinen Rosenkranz und sein Gebetbuch und betete. Der Alte betete von früh bis spät. Nachdem er einen und noch einen und noch einen dritten Tag so gebetet hatte, verspürte er Hunger, aber er hatte kein Krümchen Brot zu Hause. Nun begann er noch inniger zu beten. Da — woher es kam woher nicht — fiel durch das Dach der Hütte ein kleiner Brotlaib herunter. Da freute sich der Bettler und lief auf den Brotlaib zu, aber der Brotlaib gab sich ihm nicht in die Hände, sondern lief aus einer Ecke in die andere. Der Alte mühte sich lange Zeit ab, schließlich fiel er erschöpft hin. Nach einer Weile riss er sich zusammen und eilte wieder dem Brotlaib nach, indem er zu Gott sprach: "Gott, warum quälst du mich so, ich habe doch die ganze Zeit gebetet!" "Man muss beten und arbeiten und nicht nur sitzen und beten," antwortete Gott. Da blieb der Brotlaib stehen und der Bettler aß ihn mit großem Appetit auf. Nach der Belehrung Gottes begann er sein Stückchen Land zu bearbeiten und saß nie mehr müßig da und betete nur: jetzt arbeitete er und betete. Seit der Zeit lebte er glücklich und wurde reich.

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