Dievs žēlo paklausīgos / Gott erbarmt sich der Gehorsamen

From Pasakas un teikas
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Reiz senos vecos laikos Dievs staigājis apkārt, pārģērbies par vecu, skrandainu nabagu. Reiz nabags iegājis vienā mājā. Tur meita pašlaik bērusi zirņus katlā. Zirņi izmirkuši mīksti, apaļi, ka prieks redzēt. Meita grābusi no ūdens ārā un bērusi katlā. Katlā metot, viņai daudz zirņu biruši pa zemi. Nabags, to redzēdams, teicis: "Vai meitiņ, kā tu tā kaisi zirņus pa zemi? Tā jau visa Dieva dāvaniņa." Meita atteikusi: "Ko nu, vecais, tā ir saimnieka manta! Būtu manas pašas, tad cita lieta." Nabags vairs nekā neteicis, noskatījies, nopūties un gājis tālāk.

Iegājis citā mājā. Atkal viena meita bērusi zirņus katlā. Tā katru zirnīti, kas nokritis, pacēlusi. Nabags noskatījies un teicis: "Ko tad tu, meitiņ, katra nieka zirnīša dēļ liecies pie zemes?" Šī atteikusi: "Ko nu tu, vecais, zini? Tie jau mani zirņi. Būtu saimnieka, tad jau lai iet vai pa gaisu." Nabags noskatījies, nopūties un gājis tālāk.

Iegājis trešajā mājā. Tur atkal meita bērusi zirņus katlā. Bērusi lēnām, bet ja kāds zirnītis nokritis, pacēlusi, noskalojusi un iemetusi katlā. To redzēdams, nabags teicis: "Tie gan, laikam, tavi zirņi, meitiņ?" — "Nē, vectēv, tie saimnieces zirņi. Kā tad jūs domājat, ka mani?" — "Nu, ka tu katru zirnīti tā uzlasi. " — "Dieva dāvaniņu jau zemē nevar atstāt, vectēv."

Nabags noskatījies vēl kādu brīdi, tad gājis prom. Pie durvīm tas vēl atgriezies un teicis: "Tas, labi, meit! Tev tavā mūžā nekad netrūks Dieva svētības. "

Un tā arī bijis.

 

Einmal in alten Zeiten wandelte Gott in der Gestalt eines alten zerlumpten Bettlers auf der Erde. Einmal betrat er ein Haus und sah, dass eine Magd gerade Erbsen in den Kochtopf schüttete. Die Erbsen waren rund und prall gequollen, es war eine reine Freude, sie zu betrachten. Die Magd nahm sie aus dem Wasser und warf sie in den Kochtopf. Als sie die Erb­sen in den Topf warf, fielen viele zu Boden. Als der Bettler das sah, sagte er: "Ach, Töchterehen, warum lässt du die Erbsen auf die Erde fallen — sie sind ja eine Gabe Gottes." Da antwortete die Magd: "Unsinn, Alter, die Erbsen gehören dem Bauer. Wenn sie mir gehören würden, das wäre etwas anderes!" Da sagte der Alte nichts mehr, er schaute ihr nur noch eine Weile zu, seufzte tief und ging davon.

Er betrat ein anderes Haus. Auch dort war eine Magd dabei, Erbsen in den Topf zu schütten, aber sie hob jede Erbse auf, die auf die Erde gefallen war. Der Alte schaute ihr zu und sprach: "Warum bückst du dich, Töchterchen, nach jeder kleinen Erbse?" Sie antwortete: "Was verstehst du denn, Alter! — Es sind ja meine Erbsen. Wären es die Erbsen des Bauern, dann wäre es mir auch egal!" Der Bettler schaute ihr eine Weile zu, seufzte und ging davon.

Schließlich betrat er ein drittes Haus. Auch dort war die Magd dabei, Erbsen in den Topf zu schütten. Sie schüttete sie langsam, aber sobald eine herunterfiel, hob sie sie auf, spülte sie ab und warf sie in den Kochtopf. Als der Alte das sah, sagte er: "Das sind wohl deine Erbsen, Töchterchen?" "Nein, Großvater, die Erbsen gehören der Bäuerin. Warum glaubt Ihr, dass es meine wären?"

"Nun, weil du jede einzelne Erbse aufhebst." "Gottes Gabe kann man ja nicht auf der Erde liegen lassen, Großvater," antwortete das Mädchen.

Der Bettler schaute ihr noch eine Weile zu, dann ging er fort. An der Tür wandte er sich noch einmal um und sagte: "Das ist gut, Töchterchen! Dir wird es in deinem Leben nie an Gottes Segen fehlen."

Und so war es auch.

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