Gott Bestraft die Ungehorsamen

From Pasakas un teikas
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117, 161.

Ein Mann ging die Landstraße entlang und erblickte ein Fässchen mit Gold, das ihm voranrollte. Er wollte es einfangen, aber das Fässchen floh vor ihm. Sobald der Mann begann schneller zu laufen, rollte auch das Fässchen schneller. So liefen sie den ganzen Tag. Am Abend rollte das Fässchen auf einen Hof, auf dem zwei Brüder lebten. Sie brachten das Fässchen ins Haus. Der Mann sah zu und sagte dann, er wolle auch einen Teil davon haben. Schließlich sei er dem Fässchen den ganzen Weg nachgelaufen. Einen Anteil würden sie ihm nicht geben, aber ein Nachtlager könne er bekommen, antworteten die Brüder.

Der Mann betrat die Stube, aß sich satt und sah sich um. Es war gerade Samstag. Die Brüder hoben einen sehr alten Mann vom Ofen herunter, wickelten ihn in Pelze ein, trugen ihr zur Badstube, badeten ihn, brachten ihn zurück und betteten ihn wieder auf den Ofen. Dann holten sie ein altes Mütterchen vom Ofen herunter und verfuhren mit ihr genau so wie mit dem alten Mann. Nachdem sie das gemacht hatten, begaben sie sich selbst zur Badstube. Am nächsten Morgen stand der Mann auf, frühstückte und setze seinen Weg fort. Unterwegs begegnete er einem Bettler. Der Bettler fragte: "Wo bist du gewesen?" Da erzählte der Mann dem Bettler, wie es ihm ergangen war und, dass er kein Geld bekommen hatte. Der Bettler fragte ihn aber, ob er gesehen hätte, wie die Brüder Vater und Mutter behandelten. "Nun, und wie behandelst du Vater und Mutter?", Fragte der Bettler. "Deshalb hast du auch kein Geld bekommen!"

Der Mann schämte sich und ging fort, denn er hatte Vater und Mutter nicht besonders gut behandelt. Seit der Zeit begann er, sie besser zu halten.

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