Gott Bestraft die Ungehorsamen

From Pasakas un teikas
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Dort, wo heute der Aklis-See liegt, befand sich früher ein riesiger Wald. In jenem Walde stand ein kleines Häuschen, in dem der Kohlenbrenner Klīsts mit seiner Frau lebte. Eines Abends wurde an der Tür geklopft. Klīsts erhob sich, um die Tür zu öffnen. Da kam ein altes Männchen herein und bat um Nachtlager. Klīsts nahm ihn liebevoll auf und bewirtete ihn, dann legten sich alle schlafen. Am anderen Morgen erwachten Klīsts und seine Frau in einem schönen Schloss. Der alte Mann war verschwunden. Nun war Klīsts der reichste und glücklichste Mann der ganzen Gegend.

Es waren mehrere Jahre vergangen. Eines Abends, als im Schloss schon alle schliefen, klopfte ein alter Mann an das Schlosstor. Der Torwächter erwachte, gähnte und fragte, wer da sei. Der Alte antwortete: "Ein alter Mann, der um Nachtlager bittet." Der Torwächter weckte die Hirten, die Hirten weckten die Diener, die Diener weckten den Herrn (Klīsts). Aber schließlich waren alle wieder eingeschlafen. Vergeblich klopfte der Alte nochmals an das Schlosstor. Die Hirten lachten ihn aus. Der Alte reichte ihnen seine Mütze und bat um milde Gaben. Aber die Hirten schütteten ihm Schlamm in die Mütze und auch in die Augen. Der Alte wischte mit dem Rockzipfel die Augen aus und begann, den Schlamm aus der Mütze zu schütten, bis das Schloss mit Schlamm überschüttet war. Dröhnend versank es zusammen mit allen Schlafmützen und schlammiges Wasser bedeckte die Stelle, an der einst das Schloss von Klīsts gestanden hatte. So ist der Aklis-Moorsee und der Klīst-Fluss entstanden.

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