Die Kühe des Teufels und die Kühe Gottes

From Pasakas un teikas
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Comments: In dem Buch sind noch 22 andere Varianten aus verschiedenen Gegenden vermerkt. P. Š.


In alten Zeiten hatte der Teufel Kühe, Gott aber hatte keine. Der Grünspecht war der Viehhüter des Teufels. Gott hatte schon lange den Wunsch gehabt, Kühe zu besitzen, aber es war ihm nicht gelungen, welche zu bekommen. Es war gerade zur Zeit der Heumahd: die Kühe des Teufels begannen zu biesen. Gott hatte Sensen vor die Scheunentür gelegt. Die biesenden Kühe des Teufels suchten Schutz vor der Hitze und liefen in die Scheune Gottes. Als sie über die Sensen liefen, wurden ihre Hufen gespalten. Die Kühe des Teufels hatten keine gespaltenen Hufen. Als der Teufel sah, dass seine Kühe verschwunden waren, fragte er den Grünspecht, wo sie abgeblieben waren. Da erzählte der Grünspecht, die Kühe seien beim Biesen in die Scheune Gottes gelaufen. Der Teufel ärgerte sich über die verlorenen Kühe und schlug den Grünspecht mit einem Hammer auf den Hinterkopf. Noch heute kann man beim Grünspecht an der Stelle am Hinterkopf, wo der Teufel ihn mit dem Hammer geschlagen hat, einen schwarzen Fleck sehen. Noch heute zieht der Grünspecht durch die Wälder und lockt die verschwundenen Kühe: "Tru, tru, tru, till!"

Der Teufel kam zu Gott und fragte ihn, ob er nicht seine Kühe gesehen habe. Gott antwortete, er habe sie leider nicht gesehen. Der Teufel betrachtete die Kühe, erkannte sie aber nicht als die Eigenen, denn die Kühe hatten jetzt gespaltene Hufen. Der Teufel war sehr betrübt über die verlorenen Kühe, Gott dagegen war ganz glücklich, weil er endlich zu Kühen gekommen war.

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