Die Kühe des Teufels und die Kühe Gottes

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Der Schwarzspecht hütete am Flussufer Kühe, aber die Biesfliegen stachen das Vieh so sehr, dass es zu biesen begann. Die Viehhüterin eilte zum Teufel, um sich bei ihm zu Beklagen. Der Teufel ärgerte sich über die Fliegen, fing sie alle ein und steckte sie in einen Sack, den er an einen Erlenbusch, der am Flussufer stand, aufhing. Jetzt hatten die Kühe eine Weile Ruhe vor den Fliegen. Aber nicht lange, da begannen die Fliegen schon wieder, um die Herde zu summen. Der Teufel wollte nachsehen, wer die Fliegen aus dem Sack herausgelassen hatte. Da bemerkte er den Krebs, der sich rückwärts von dem Fliegensack entfernte. Der Krebs hatte sich an den Sack herangemacht und ihn an einem Ende aufgeschlitzt. Dafür verfluchte der Teufel den Krebs, und nun muss der Krebs noch heute rückwärts kriechen. Die, aus dem Sack entkommenen Fliegen aber kriechen noch heute an warmen Tagen den Kühen unter die Schwänze, so dass sie biesen müssen. Und der Viehhüter des Teufels, der Schwarzspecht, rennt noch heute über die Felder und sucht die Kühe, indem er ruft:

"Tprru! Tprru! tprru! — cui!"

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox