Die Kühe des Teufels und die Kühe Gottes

From Pasakas un teikas
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In uralten Zeiten besaß der Teufel eine kleine Herde schwarzer Kühe. Der Grünspecht war sein Viehhüter. Gott wollte sich ebenfalls Milchvieh anschaffen. Er begab sich zum Teufel und wollte ihm einige Kühe abkaufen. Aber der Teufel verkaufte sie ihm nicht. Darüber wurde Gott zornig und beschloss, einen Stall zu erbauen, um die Kühe des Teufels in seinen Stall zu locken. Als er gerade dabei war, den Stall zu erbauen, kam der Teufel herbei: "Was baust du denn da?" "Einen Stall!" "Wo hast du denn deine Kühe?" "Wenn ich erst den Stall habe, dann werde ich auch noch Kühe bekommen." Nun, darauf sagte der Teufel nichts. Sobald der Stall fertig war, legte Gott an einem heißen Sommertag eine Sense vor die Schwelle der Stalltür, beschaffte verschiedene Farben, schickte einen großen Schwarm Biesfliegen auf die Kühe des Teufels los und schläferte den Grünspecht, den Hüter ein. Die Kühe liefen alle in Gottes Stall, wobei ihre Hufe auf der Sense gespaltet wurden. Gott band sie an und bemalte sie mit bunten Farben. Da kamen der Teufel und der Grünspecht an: Die Kühe in Gottes Stall seien seine. Gott antwortete darauf: "Wenn ihr solche gehabt habt, dann nehmt sie nur!" Der Teufel betrachtet die Kühe: Die Gesichter wären die seiner Kühe, aber schwarz waren sie nicht und runde Hufe hatten sie auch nicht. Betrübt zog der Teufel ab, aber den Grünspecht jagte er gleich auf die Suche nach dem verschwundenen Vieh. Noch heute lockt der Grünspecht die Kühe: "Trpr, tpr!"

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