Velna un Dieva govis / Die Kühe des Teufels und die Kühe Gottes

From Pasakas un teikas
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Kad īsastuoja pasauls, Valnam beja divpadsmit gūvu, bet Dīvam nabeja nivīna lūpiņa. Valna gūvs beja sovaidas: vysas malnas kai ūgle, bez rogu un ar vīnu kuojas pādu kai zyrgs. Tuos ganīja dzylna. Kot Dīvam nabeja lūpu, tūmār viņš suoka taisīt klāvu. Atskrēja Valns un prosa: "Kum, kū tu dori?"

"Taisu klāvu; varbyut man arī byus lūpiņi," atteicja Dīvs.

Pēc tam Dīvs syutīja sovus kolpus, lai tī, ganei naradzūt, pīsīnValna gūvim pa divi vāzos uz pīres. Tuos vāzas palyka por rogim. Tad vēl pīsacīja tuos gūvs nūkruosuot sorkonos, boltos, dyukonos, raibos un sadzeit jaunajā klāvā. Uz klāva slīkšņa Dīvs izlyka izkopti ar asmini uz augšu tai, ka kuŗa gūvs guoja puori, tei puorgrīzja pādu. Nu tuo jai tyka divi nogi.

Valna gone beja aizmyguse un nikuo nazynuoja. Atskrēja Valns — skotuos: nav gūvu. Prosa gonei, kur gūvis. Tei izleiduse nu kūka dūbuma, kur gulēja, soka: "Nyupat te beja." Dzylna gon sauc: "Tpru, tpru!" bet gūvu nav.

Skrīn Valns uz Dīvu un prosa, vai nav redzējis šuo lūpu. Dīvs vad jū uz klāvu un soka: "Skotīs, vai tuos tovas."

Valns napazyna sovu gūvu, aizadusmuoja, paķēŗa osu akmini un puorcierta dzylnai golvu. Nu tuo laika dzylnai golva sorkona kai ar asni aplīta un viņa vīnumār sauc: "Tpru, tpru!" bet gūvu naatrūn.

Zu Beginn der Welt hatte der Teufel zwölf Kühe, Gott besaß jedoch kein Vieh. Die Kühe des Teufels waren sonderbar: alle schwarz wie Kohle, ohne Hörner und mit Pferdefüßen. Der Grünspecht hütete sie. Obwohl Gott kein Vieh besaß, begann er einen Stall zu bauen. Der Teufel kam herbeigelaufen und fragte ihn: "Warum tust du das?"

"Nun, ich baue mir erst einen Stall, vielleicht werde ich dann auch Vieh bekommen!" Antwortete Gott.

Dann schickte Gott seine Knechte aus, damit sie — ohne das der Viehhüter des Teufels es bemerke, den Kühen zwei Pflöcke an der Stirn befestigten. Die Pflöcke verwandelten sich in Hörner. Dann trug er ihnen noch auf, die Kühe weiß, bunt und rot zu bemalen und sie in den neuen Stall zu treiben. Auf die Schwelle der Stalltür legte Gott eine Sense hin: Als die Kühe darüber gingen, wurden ihre Hufe durchgeschnitten.

Der Viehhüter des Teufels war eingeschlafen und merkte nichts. Der Teufel kam angelaufen. Er sieht: Die Kühe sind nicht da. Er fragt den Hüter, wo die Kühe geblieben seien. Der Hüter kroch aus einer Baumhöhle, in der er geschlafen hatte, hervor und sagte: "Soeben waren sie noch da!" Wohl lockte der Grünspecht: "Tpru, tpru!" Aber die Kühe fanden sich nicht.

Da lief der Teufel zu Gott und fragte ihn, ob er seine Kühe gesehen habe. Gott führte ihn in seinen Stall und sagte: "Nun, sieh nach, ob das deine sind?"

Der Teufel erkannte seine Kühe nicht wieder. Er wurde wütend und schlug den Grünspecht mit einem scharfen Stein auf den Kopf. Seit der Zeit hat den Grünspecht einen blutroten Kopf und hört nicht auf "tpru, tpru!" zu rufen, aber die Kühe findet er nicht.

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