Die Kühe des Teufels und die Kühe Gottes

From Pasakas un teikas
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Der Teufel erschuf das Vieh, aber es hatte ungespaltene Hufe. Gott erbaute einen Stall, öffnete die Stalltür und legte vor die Schwelle Sensen mit der Schneide nach oben hin. Dann füllte er einen Sack mit Libellen und begab sich zur Weide des Teufels, wo er die Sonne heiß strahlen ließ und die Libellen auf das Vieh des Teufels losließ. Die Kühe — auf der Flucht vor der Sonne und vor den Libellen — liefen in Gottes Stall, wobei sie auf den Sensen die Hufe durchschnitten. Kurz darauf kam auch der Teufel angerannt und verlangte von Gott, er möchte ihm die Kühe zurückgeben. Gott antwortete jedoch, dass des Teufels Vieh ja runde Hufe habe, sein eigenes dagegen habe gespaltene Hufe, deshalb könne er es dem Teufel nicht geben. Als der Teufel das hörte, begann er zu weinen. Weinend begab er sich zum Stall Gottes, um sich das Vieh doch noch anzusehen. An der Stalltür fand er eine Ziege, der er mit tränennassen Fingern über das Maul strich. Deshalb haben noch heute die Nachkömmlinge der Ziege ein gestreiftes Maul.

An der Stelle, an der Gott für den Bau seines Stalles Bäume gefällt hatte, riss der Teufel alle Stubben heraus, um Gott einen Schaden zuzufügen. Aber Gott nahm die Stubben und drückt sie an die Stirn seiner Kühe. Es gab nicht so viele Stubben, deshalb haben manche Kühe Hörner, manche wieder nicht. Alle haben sie jedoch gespaltene Hufe, das Pferd dagegen nicht, denn das Pferd hatte Gott schon früher dem Teufel abgekauft.

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