Die Kühe des Teufels und die Kühe Gottes

From Pasakas un teikas
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Gott und der Teufel waren Nachbarn. Beide hatten schöne Höfe und prächtige Felder. Aber Gott besaß kein Vieh. Deshalb begab er sich nachts in den Stall des Teufels und brachte dessen Kühe auf seinen Hof. Dort spaltete er ihre Hufe (die Kühe des Teufels hatten runde Hufe wie Pferde). Dann bemalte er sie und trieb ihnen Pflöcke in die Stirn.

Am nächsten Morgen wunderte sich der Teufel, dass sein Stall leer war. Er eilte zu Gott. "Du hast mir mein Vieh weggebracht!" "Nun, so sieh doch nach: sind das deine Kühe?", Sprach Gott und führte den Teufel in seinen Stall. Der Teufel schüttelte nur den Kopf: "Nein, meine Kühe hatten keine gespaltenen Hufe. Diese hier sind nicht meine," sagte er betrübt und ging nach Hause.

Es wird auch erzählt, dass Gott dem Teufel das Vieh auf folgende Weise abgelistet habe. Der Viehhüter des Teufels, der Grünspecht, war auf der Hütung eingeschlafen. Das Vieh betrat das Getreidefeld Gottes. Gott trieb sie in seinen Stall, machte allen hornlosen Kühen Hörner an und spaltete ihre Hufe. Die Kühe des Teufels waren alle grau. Gott gab ihnen verschiedenes Fell. Bald darauf kam der Teufel an, um nach seinem Vieh zu suchen, aber im Gottes Stall fand er nur bunte, braune und rote Kühe. Er konnte seine Kühe nicht wiedererkennen und blieb nun ohne Vieh. Der Grünspecht aber rennt noch heute erschrocken umher und lockt und ruft das verlorene Vieh: "Tpru! tpru!" Denn auch er erkennt seine alte Herde nicht wieder.

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