Die Sichel Gottes und die Sense des Teufels

From Pasakas un teikas
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Comments: Man hat der Volkskundlichen Sammelstelle noch 8 andere ähnliche Sagen aus verschiedenen Gegenden zugesandt. P. Š.


Einmal zur Zeit der Heumahd mähte der Teufel seine Wiese, Gott wieder die seine. Der Teufel hatte eine Sense, Gott nur eine Sichel. Der Teufel forderte Gott zum Wettmähen auf. Gott war damit einverstanden. Bis zum Mittag mähte der Teufel wie verrückt, Gott mit seiner Sichel konnte jedoch nicht viel schaffen. Dann legte sich der Teufel hin, um ein Mittagsschläfchen zu machen. Gott schickte dem Teufel einen tiefen Schlaf, nahm dann selbst die Sense des Teufels und mähte, soviel er nur konnte. Dann legte er die Sense des Teufels an ihren alten Platz zurück.

Der Teufel erwachte und machte sich wieder ans Mähen. Gott war mit seiner Sichel schon bei der Arbeit. Am Abend wollte der Teufel nachschauen, wie viel Gott bereits abgemäht hatte. Da sah er, dass Gott die ganze Wiese abgemäht hatte. Nun hatte der Teufel die Wette verloren. Jetzt bedrängte er Gott, er möchte doch seine Sichel gegen die Sense des Teufels tauschen. Gott wollte es anfangs nicht tun, als nun der Teufel ihn aber so bedrängte, war er schließlich bereit. Da machte sich der Teufel mit der Sichel an die Arbeit. Aber jetzt merkte er, dass er betrogen worden war.

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