Die Sichel Gottes und die Sense des Teufels

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Einmal kam der Teufel dazu, als Gott für seine Kühe Gras schnitt. Gott hatte keine Sense, sondern nur eine Sichel. Der Teufel wunderte sich, wie man mit einem solchen Ding mähen könne. Gott antwortete: "Soviel wie ich brauche, kann ich damit schon schneiden." Da lief der Teufel in seine Behausung und kehrte mit einer Sense zurück. Es war gerade Mittagszeit, und die Sonne war drückend heiß. Deshalb legten sich beide in den Schatten, um ein Mittagsschläfchen zu halten. Gott schlief jedoch nicht ein, sondern wartete ab, bis der Teufel eingeschlafen war. Dann, nahm er dessen Sense und mähte ein großes Stück Wiese ab. Aber da begann der Teufel sich schon zu rekeln. Da ergriff Gott schnell seine Sichel und begann sie zu dengeln. Der Teufel fragte ihn: "Hast du bereits ein so großes Stück abgemäht?" "Wie du siehst!", Antwortete Gott. Nun bedrängte der Teufel gleich Gott, er möchte doch seine Sichel gegen die Sense tauschen. Gott lachte und war bereit dazu. (Ebenso Andrejs Ķevietis, Koknese, Sammlung Brīvzemnieks).

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox