Die Sichel Gottes und die Sense des Teufels

From Pasakas un teikas
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Die Haushälterin Gottes, die einmal beim Rahmabschöpfen sich über die prächtigen Kühe freute, dachte plötzlich: "Wie werden wir unser Vieh nur durch den Winter bringen?" Sie fragte Gott, aber er wusste es auch nicht. Zum Glück berichtete ein Mensch, dass der Teufel Gras schneide und es trockne. Da begriff Gott gleich, dass der Teufel das trockene Gras als Viehfutter benutzte. Jetzt wollte auch Gott Heu machen wie der Teufel. Der Teufel besaß jedoch eine Sense, Gott dagegen hatte nur eine Sichel. Gott forderte den Teufel auf, die Geräte zu tauschen. Aber der Teufel, der Gott als einen Schlaukopf kannte, war nicht dazu bereit und sagte: "Wir wollen ja sehen, wie dir die Arbeit von der Hand gehen wird!" Gott weckte seine Arbeiter schon in der Nacht, nahm heimlich die Sensen des Teufels und mähte die ganze Nacht beim Mondlicht. Am nächsten Tag schafften die Arbeiter des Teufels etwa die Hälfte von dem, was Gott geschafft hatte, bis zum Frühstück. Aber die Arbeiter Gottes prahlten, dass sie mit ihren Sicheln gearbeitet hätten. Jetzt war der Teufel bereit, die Geräte zu tauschen. Aber mit den Sicheln kam der Teufel gar nicht mehr voran mit der Arbeit. Da fluchte der Teufel fürchterlich und beschimpfte Gott, aber ausrichten konnte er nun nichts mehr.

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