Die Sichel Gottes und die Sense des Teufels

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Früher arbeiteten Gott und der Teufel zusammen bei der Heumahd. Gott schnitt das Gras mit der Sichel, der Teufel aber hatte eine Sense. Bis zum Mittag hatte Gott nur ein kleines Stück abgemäht, während der Teufel die halbe Welt abgemäht hatte. Da sah Gott, dass dem Teufel das Mähen viel leichter von der Hand ging, und wollte seine Sense bekommen. Er schläferte den Teufel fest ein. Während der Teufel schlief, nahm Gott seine Sense und mähte doppelt so viel Gras wie der Teufel. Als der Teufel erwachte, wunderte er sich: "Wieso hast du nun auf einmal so viel abgemäht?" "Ja," antwortete Gott, "solange der Tau auf dem Gras liegt, ist für mich das Mähen sehr mühsam, aber sobald das Gras trocken geworden ist, komme ich mit der Arbeit gut voran." Der Teufel dachte bei sich: "Was habe ich davon, wenn ich morgens, wenn der Tau noch liegt, mit dem Mähen anfange und immer nasse Füße bekomme?"

Er forderte Gott auf, die Geräte zu tauschen. Aber Gott wollte anfangs nichts davon hören. Schließlich aber sagte er: "Nun, wenn du zugibst, dann bin ich auch bereit zu tauschen!" Da fragte der Teufel: "Wie viel verlangst du?" "Ein Lof Geld!" Antwortete Gott. Nach langem Feilschen tauschten sie ihre Geräte. Auf diese Weise kam Gott zu einer Sense.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox