Die Sichel Gottes und die Sense des Teufels

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten fertigten Gott und der Teufel Geräte zum Mähen an. Gott hatte eine Sichel, der Teufel eine Sense angefertigt. Jetzt wollte der Teufel mit Gott eine Wette abschließen: er werde mit seiner Sense mehr schaffen als Gott mit seiner Sichel. Zuerst probierten sie ihre Geräte im Walde aus. Gott nahm seine Sichel und begann Bäume abzumähen, aber der Teufel konnte mit seiner Sense nur die Rinde der Bäume anritzen. So hatte der Teufel diesmal die Wette verloren, aber nun behauptete er, Gott habe das bessere Gerät gehabt, deshalb habe er schneller arbeiten können. Nun, wenn so, denn so. Gott reichte dem Teufel seine Sichel und nahm selbst die Sense.

Diesmal begaben sie sich auf die Wiese, um Gras zu mähen. Gott legte mit der Sense so los, dass das Gras im Fallen nur so wirbelte, der Teufel mit der Sichel stocherte dagegen nur im Sand herum. Der Teufel war über seinen Misserfolg sehr erbost.

Im nahen Strauch saß eine Elster und lachte über das Missgeschick des Teufels. Als der Teufel bemerkte, dass die Elster über ihn lachte, wurde er furchtbar wütend. Er ergriff seine Sichel und schleuderte sie nach der Elster. Die Sichel schnitt der Elster die Schwanzspitze ab, deshalb sehen die Schwänze der Elstern noch heute wie abgehackt aus.

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