Die Sichel Gottes und die Sense des Teufels

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Eines Tages begegnete Gott im Sumpf dem Teufel. Sie begannen darüber zu streiten wer von ihnen bei der Arbeit mehr schaffen könne. Gott sagte: "Ich kann mehr schaffen!" Der Teufel wiederum: "Ich!" Keiner wollte nachgeben. Da sagte Gott: "Streiten allein nutzt nichts, wir müssen es ausprobieren." Gott hatte einen guten Einfall und sagte zu dem Teufel: "Wir wollen diese Wiese in zwei gleiche Teile aufteilen und versuchen, jeder sein Stück bis zum Abend abzumähen, das Gras zu trocknen und in Haufen zu werfen!" Dem Teufel gefiel dieser Vorschlag gut. Jetzt versuchten beide zu mähen, aber keiner von beiden besaß eine Sense. Also gingen sie los, um Sensen zu besorgen. Gott begab sich zum Schmied, eine neue Sense schmieden zu lassen, der Teufel zur Scheune des Nachbarn, eine zu stehlen. Als Gott zu dem Schmied kam, bat er ihn eine Sichel zu schmieden, damit werde er gut mähen können. Als die Sichel fertig war, begannen beide zu mähen. Der Teufel kam mit der Sense gut voran, aber Gott konnte mit seiner Sichel nur wenig schaffen. Als Gott sah, dass er verlieren würde, schickte er dem Teufel tiefen Schlaf. Der Teufel legte sich im Gebüsch schlafen. Da nahm Gott die Sense des Teufels, mähte sein Wiesenstück ab, trocknete das Gras und schichtete es auf. Als der Teufel gegen Abend erwachte und sah, was Gott ausgerichtet hatte, erschrak er so, dass er geradeswegs in die Erde fuhr. (Ebenso in Jumurda. A. L. P. — Sammlung).

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox