Die Sichel Gottes und die Sense des Teufels

From Pasakas un teikas
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In alten Zeiten schnitten die Menschen Gras mit Sicheln. Damals hatte noch niemand eine Sense. Nur der Teufel hatte eine prächtige Sense schon von Anfang an. Einmal begab sich auch der liebe Gott auf seine Wiese, Gras zu schneiden. Da kam der Teufel auf ihn zu und fragte ihn: "Was tust du hier?" Gott antwortete: "Ich mähe Gras!" Als der Teufel sah, dass Gott das Mähen nicht recht von der Hand ging, forderte er ihn auf, um die wette zu mähen. Gut! Gott war bereit. Er ließ den Teufel voranmähen und verbot ihm, sich umzuschauen. Der Teufel mähte mit seiner großen Sense wie wild. Gott stieß den Teufel mit seiner Sichel immer ein wenig an die Fersen und mähte so gut wie gar nicht. Sie arbeiteten so, bis fast die ganze Wiese abgemäht war. Da war der Teufel so müde, dass er zu Boden fiel und sagte: "Ich wollte dich diesmal besiegen, habe es aber nicht geschafft. Nun weiß ich, dass ein solcher, der dich besiegen könnte, auf dieser Welt nicht geboren ist." Indem der Teufel noch so sprach, schlief er auch auf der Stelle ein, denn er war gar zu müde. Während der Teufel schlief, nahm Gott dessen Sense und ging davon. Seit der Zeit haben alle Mäher Sensen.

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