Die Sichel Gottes und die Sense des Teufels

From Pasakas un teikas
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Juris Ozoliņš begann so: "Mein Vetter — ach, du hast ihn ja auch gekannt — der Lejas Kuilīts, der Gerichtsvorsitzender gewesen war, verstarb. — Da gerieten der Teufel und Petrus in Streit, denn jeder von den Beiden dachte, die Seele gehöre ihm. Petrus begründete es damit, dass er Witwen unterstützt habe und zu Waisen gerecht gewesen sei; Der Teufel jedoch wollte das abstreiten: Er habe sich bestechen und sich dicke Zigarren schenken lassen, er habe auch den Ruf eines Trinkers gehabt. So stritten sie und kamen zu keinem Ergebnis. Sie gingen, immer noch sich streitend, über unsere große Wiese — da, neben der Scheune, wo der Grützetopf stand, nun, du weißt es ja! — dort hatten die Unsrigen Gras gemäht und die Sensen waren dort aufgehängt. Da beschlossen die Beiden den Streit so zu entscheiden: Sie wollten um die wette mähen, und der Sieger sollte die Seele bekommen. Sie ergriffen die Sensen und das Mähen konnte losgehen. Der Teufel ging voran. Da erblickte Petrus einen Stein, ergriff ihn und zog damit — strings, strings! — über das Blatt der Sense — und vorbei war er, Wohl rief der Teufel: "Petrus, Petrus, lass die Sense singen!" Aber Petrus hörte nicht mehr auf ihn. So hatte Petrus gewonnen."

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