Dieva kalts un Velna izkapts / Die Sichel Gottes und die Sense des Teufels

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Reiz darbinieku pulkā gadījies pavārdzis vīriņš, nevarējis citiem līdz papļaut. Zināms, nespēks te jau nu gan bijis; bet lielāko tiesu nelāga izkapts arī bijusi vainīga. Tomēr vagāram, kas tam gar izkaptim par daļu? Ja nevar papļaut, sadod. Un tā tas nu gāja vienu dienu, otru dienu, trešo dienu vagārs skaidri ārprātā, dusmās, vārgulīti ķircinādams, nedos vis viņam brandvīna lāsi, kā citiem strādniekiem, bet uzspiedīs stopu brāgas izdzert, gan tad papļaušot. Vārgulītis gan lūdzās, gan lūdzās pie ceļiem krizdams — nelīdz: beidzot nedienā ies pie muižkunga žēloties. Tas gan atlaiž vienu pusstopu, bet otra puse jādzeŗot, vagāra sodu nevarot pavisam atmest. Neko darīt, izmoca to pusstopu brāgas. Bet nu vagārs par to, ka gājis pie muižkunga sūdzēt, uzmācas no jauna: viņa aizkavētais darbs esot iesteidzams diensvidū. Ko darīsi — jāiet. Bet diensvidū vārgulītis parunā otram pļāvējam labāku izkapti un pļauj sagriezies. Tomēr ar šo izkapti pavisam citādi vedas. Vārgulītis puspriekā iesakās: "Re, cita lieta ar šo daiktu; tagad manis dēļ ar pašu Velnu apņemos pļauties!" To teicis, Velns klāt: lai arī nākot pļauties, tad redzēšot gan!

"Kas tur ko redzēt?" vārgulītis atcērt. "Pļauj pa priekšu! Bet to tev piesaku: neglūni atpakaļ, citādi nocirtīšu kaklu, mana izkapts briesmīgi smaļi ņem."

Velns pļauj arī; bet vārgulītis, Velna vālā iekāpis, vicina pa Velna nopļāvumu tāpat tukšā izkapti, uzsaukdams: "Griez, circeni, ka nenocērtu tev papēžus!" Velns domā: "Vai traks! Ar to nevajadzēja vis ielaisties, kas to zināja; tam jau apgabaļus vien sekas." Un Velns bailēs ņēmās arī, ka bija ko redzēt: akmeņus, kas vālā gadījās, pāršķēla kā rāceņus, kokus, baļķu resnumā, ko izkapts kacēja, nospalēja kā burkānus, jāsaka briesmas, vairāk nekā. Beidzot, kad par daudz apkusa, sāka atmuguriski pussieku zelta iesolīt, lai vārgulītis atlaižoties. Bet vārgulītis tīšām atcērt: "Vai griezīsi, ko činksti! Kas, Velns, tas par Velnu, tik ātri piekusdams? Kā tad es, brāgu dzēris, neņaudu." Bet Velns lūdzas un lūdzas: došot veselu sieku zelta, lai atlaižoties.

"Nu, lai tad arī notiek! Bet neskaties atpakaļ: mana izkapts vēl iegājusies, ka nenocērtu galvai kādu skrubuli."

"Ne, ne!" Velns itin priecīgs un tūliņ atsvelp tādus mazus puišeļus. Tie atskrien sadeguši: ko gribot?

"Atnesiet sieku zelta tam stipriniekam, kas man te aiz muguras!"

Labi! Viens paņēmiens, puišeļi ar zeltu klāt. Vārgulītis saņem zeltu un atlaiž Velnu. Projām iedams, Velns itin baltu nospļauj, pukodamies: "Bija man to zināt — nebūtu ne iesācis!"

Pēc diensvidus pats kungs, zināt dabūjis vārgulīša varas darbus, nosaka vagāram: "No Dieva puses! to vārguli tu vairs neaizkaitini! Cik pastrādā, pastrādā — neteic ne vārda! Tu redzi, ja viņš dusmās saņemas, izpļaus vai mūs visus no muižas ārā."

Einmal befand sich unter den Fronarbeitern ein schwächlicher Mann, er konnte beim Mähen mit den anderen nicht Schritt halten. Gewiss, zum Teil war seine Schwächlichkeit schuld daran, aber die meiste Schuld hatte die untaugliche Sense. Der Gutvogt jedoch — was kümmert sich schon ein solcher um schlechte Sensen? Kannst du nicht mähen, so bekommst du Stockhiebe. Und so ging es denn einen Tag, zwei Tage — am dritten Tag war der Vogt wie verrückt. In seiner Wut und um den Schwächling zu verhöhnen, gönnte er ihm nicht das Schlückchen Branntwein, das die anderen Fronarbeiter bekamen, sondern befahl ihm, ein Stof Maische zu trinken, dann würde er schon mähen können.

Der Schwächling bat ihn auf den Knien, ihm die Strafe zu erlassen — vergeblich. Schließlich begab er sich in seiner Not zu dem Gutsverwalter und klagte ihm seinen Kummer. Der erließ einen halben Stof, aber die andere Hälfte müsse er trinken, man könne die vom Vogt auferlegte Strafe nicht einfach verwerfen. Nichts zu machen, er leerte den halben Stof Maische. Aber der Vogt war sehr erbost darüber, dass er es gewagt hatte, sich beim Gutsverwalter zu beklagen. Er befahl ihm die versäumte Arbeit in der Mittagspause nachzuholen. Was sollte er tun, er musste gehorchen. Aber in der Mittagspause erbat der Schwächling die Sense eines anderen Fronarbeiters, und da ging ihm die Arbeit ganz anders von der Hand. Fast froh rief der Schwächling aus: "Mit diesem Gerät ist das ja eine ganz andere Sache! Jetzt könnte ich ja meinetwegen mit dem Teufel selbst um die wette mähen!" Kaum hatte er das ausgesprochen, da war auch schon der Teufel zur Stelle: sie wollten um die wette mähen, dann werde er schon sehen!

"Was ist denn da nun viel zu sehen?" Gab der Schwächling zurück. "Geh nur voran und fange an zu mähen! Aber das sage ich dir: Schiele nicht zurück, sonst werde ich dir noch den Hals abmähen, meine Sense schneidet prächtig!"

Der Teufel legt los; der Schwächling jedoch schwingt nur die Sense und ruft dem Teufel zu: "Mähe, du Grashüpfer, sonst werde ich dir noch die Fersen abschneiden!" Der Teufel denkt: "Tolle Sache! Mit dem hätte ich mich nicht einlassen sollen! Wer hätte das auch geahnt, dass er so mähen kann!" Und der Teufel in seiner Angst legte los, dass man schon beim Zusehen Furcht bekommen musste: Die Steine, die unter seine Sense kamen, schnitt er wie Kartoffeln durch, Bäume, so dick wie Balken, mähte er ab, als wären sie Mohrrüben — einfach toll. Schließlich aber war er so müde geworden, dass er dem Schwächling einen halben Scheffel Gold anbot, wenn er von der Wette ablassen wolle. Aber der Schwächling herrschte ihn nur an:

"Wirst du wohl weitermähen, du Jammerlappen! Was ist denn das zum Teufel für ein Teufel, der so schnell müde wird? Ich habe nur Maische im Leib und jammere doch nicht!" Aber der Teufel hörte nicht auf, ihn anzuflehen: er wolle ihm einen ganzen Scheffel Gold geben, wenn man ihn nur entlasse.

"Nun, dann soll es auch geschehen! Aber schiele nur nicht zurück: meine Sense ist gut in Fahrt, ich könnte dir leicht ein Stück von deinem Kopf abhauen!"

"Nein, nein!" Ruft der Teufel ganz erleichtert und pfeift kleine Burschen herbei. Die kommen wie gebrannt angelaufen: was er wünsche?

"Holt einen Scheffel Gold für den Kraftkerl hinter meinem Rücken!"

Gut! Ruck-Zuck waren die Burschen mit dem Gold zur Stelle. Der Schwächling nahm das Gold in Empfang und entließ den Teufel. Im Weggehen spie der Teufel aus und schnaubte vor Wut: "Hätte ich das gewusst — da hätte ich mich nie mit ihm eingelassen!"

Nach der Mittagsruhe erfuhr auch der Gutsherr selbst von der Heldentat des Schwächlings und ermahnte den Vogt: "Um Gottes willen! Dass du mir den Schwächling nicht mehr ärgerst! Soviel er arbeiten will, mag er arbeiten, lass ihn in Frieden. Du siehst, zu was er fähig ist, wenn er sich vor Wut zusammenreißt. Er kann uns noch alle aus dem Gut verjagen."

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