Der Hase (Specht) Gottes und das Pferd des Teufels

From Pasakas un teikas
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Comments: Eine ganz ähnliche Sage hat noch Andrejs Ķevietis in Koknese für die Sammlung von Brīvzemnieks aufgeschrieben, nur wird hier gesagt, dass Gott und der Teufel seit der Zeit Todfeinde geworden sind. L. P.


Einmal pflügte der Teufel sein Land und hatte das Pferd vor den Pflug gespannt. Gott dagegen spannte den Hasen vor seinen Pflug. Als beide Pflüger sich zur Mittagsruhe begeben wollten, da hatte der Teufel ein großes Stück Land umgepflügt, Gott nur ein kleines Eckchen. Nachdem sie gegessen hatten, legten sich beide Pflüger schlafen. Aber sobald der Teufel eingeschlafen war, nahm Gott heimlich dessen Pferd, spannte es vor seinen Pflug und pflügte ein doppelt so großes Stück um als der Teufel. Dann schirrte Gott das Pferd aus und ließ es auf die Weide. Als der Teufel erwachte, konnte er sich nicht genug wundern, dass Gott mit dem Hasen ein so großes Stück Land umgepflügt hatte. Das sagte Gott: "Komm her, wollen wir die Pferde tauschen!"

Der Teufel überlegte: "Also kann man doch mit dem Pferd Gottes, dem Hasen, mehr schaffen als mit einem echten Pferd? Hinzu kommt es noch, dass der Hase wenig Butter braucht." Und der Teufel tauschte wahrhaftig sein Pferd gegen den Hasen.

Aber nun ging dem Teufel die Arbeit gar nicht mehr von der Hand. Schließlich wurde er der Mühe überdrüssig, schirrte den Hasen ab und ließ ihn auf die Weide. Er legte ihm Beinfesseln an. Aber der Hase hoppelte trotz der Fesseln in den Wald. Seit der Zeit sind die Beine des Hasen gefesselt, und er kann nur hoppeln. Gott brachte sein Pferd nach Hause. Und da keine Notwendigkeit vorlag, dem Pferd die Hufe zu spalten oder ihm Hörner in die Stirn zu schlagen, so beließ er ihn so, wie er es vom Teufel bekommen hatte.

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