Gott und der Teufel teilen die Ernte

From Pasakas un teikas
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Comments: Vgl. Märchen Nr. 18 aus dem Bd. XI. P. Š.


Einmal hatten Gott und der Teufel Roggen ausgesät. Bevor der Roggen abgemäht wurde, kamen wieder beide zusammen, um den Ertrag zu teilen. Gott ließ den Teufel wählen. Der Teufel erinnerte sich an die Kartoffeln und wollte das nehmen, was sich unter der Erde befand; Gott könne die Ähren nehmen. Nachdem Gott die Ähren geschnitten hatte, drosch er sie aus, mahlte das Korn in der Handmühle (zu Mehl) und buk Brot daraus. Der Teufel hatte seine Stoppeln ebenfalls aufbewahrt und dachte: "Diesmal habe ich Gott besiegt!" Aber als er begann, das Stroh zu essen, konnte er es gar nicht zerbeißen. Jetzt war er wieder neidisch auf Gott. Deshalb wollte er mit Gott Kräfte messen: er forderte ihn zum Kampf (mit Spießen) auf. Der Teufel schmiedete sich einen langen Spieß und dachte: "Damit werde ich Gott gewiss erstechen!" Gott dagegen begab sich in den Birkenhain und schnitt dort einen gegabelten Zweig ab.

Der Teufel bestimmte, dass sie durch den Zaun (bzw. die Hecke) auf einander einstechen sollten. Gott war damit einverstanden. Als der Teufel jedoch sah, dass Gott eine Waffe mit zwei Zinken hatte, glaubte er, die müsse besser sein. Deshalb sagte er: "Wollen wir tauschen!" Gut! Sie tauschten (die Spieße). Da stieß der Teufel den gegabelten Zweig in die Hecke. Aber er verfing sich, und der Teufel konnte nicht auf Gott einstechen. Als nun Gott den Spieß durch die Hecke stieß, bohrte er sich in den Leib des Teufels, der halb tot kaum entkommen konnte. Seit der Zeit macht der Teufel nichts mehr mit Gott gemeinsam, sondern alles nur auf eigene Faust.

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