Dievs ar Velnu dala ražu / Gott und der Teufel teilen die Ernte

From Pasakas un teikas
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Reiz Dīvs ar Valnu sarunuoja sēt labību. Dīvs iztaisīja atteicīgu vītu dēļ labības īsēšonas un sēja kvīšus. Valns prasīja, kū viņam sēt. Dīvs dūd padūmu, lai īsēj kyukuļus. Valns kyukuli ar divim pierstim sajēmis skrīn uz teiruma golu, klīgdams: "kyukuļs, kyukuļs", tuodēļ lai naaizmierstu sāklas vuordu. Valns, par leluoku ražu napadūmuodams, īsēj kyukuļus, naizstruoduotā zemē.

Kad atguoja rudins, Dīvs nūpļaun kvīšus, Valns kyukuļus. Dīvs ād kvīšu maizi, bet Valns sovus kyukuļus. Draudzīgi pavadējuši zīmu, runoj otkon, kū sēt. Dīvs īsēj rudzus. Valns lyudzas otkon, lai dūd tam padūmu, kū sēt. Dīvs pavēlej īsēt auzas. Valns auzu divūs pierstūs sajēmis un skrīn uz teiruma golu klīgdams: "auza, auza!" Par tū laiku Dīvs īdūmoj, ka auza ir loba sākla un dūmoj kai byus viņu apturēt, lai nasēj. Skrīnūt uz teiruma golu, Valnam beja juoskrīn par tyltu. Dīvs eņģeļam pavēlej, lai zam tylta viņš palein un sabaidej Valnu tai, ka jis aizmierstu sāklas vuordu. Enģeļs izdora Dīva pavēli, palein zam tylta un gaida Valna. Kar Valns pīskrīn pi tylta, te namonīts engeļs saķer Valnam aiz astes, Valns puorsabeidis aizmierst sāklas vuordu. Engeļs Valnam pasoka, ka tei sākla ir usne. Valns sāklas vuordu dabuojis zynuot, skrīn uz teiruma golu klīgdams: "ūsne, ūsne!" Nūskrējis uz teiruma golu, Valns īsēj auzu vītā usnes.

Tai leidz šam laikam, kur mēs radzam labeibu, tei ir Dīva, bet kur sateikam nazuoli — kyukuli, ūsni — tei ir Valna sāta.

Einmal beschlossen Gott und der Teufel Getreide zu säen. Gott bereitete den Acker und säte Weizen aus. Da fragte der Teufel Gott, was er denn aussäen solle. Gott gab ihm den Rat, Vogelwicken zu säen. Der Teufel nahm etwas Vogelwickensamen zwischen die Fingerspitzen, lief zum anderen Ende des Ackers und rief: "Vogelwicke, Vogelwicke", um nicht den Namen des Samens zu vergessen. Der Teufel kümmerte sich nicht um einen größeren Ernteertrag und säte die Vogelwicken auf ungepflegtes Land aus. Als es Herbst wurde, mähte Gott seinen Weizen, der Teufel seine Vogelwicken ab. Gott aß Weizenbrot, der Teufel Wicken. Nachdem sie den Winter in Freundschaft verbracht hatten, besprachen sie im Frühjahr, was sie diesmal aussäen wollten. Gott säte Roggen aus, der Teufel aber bat Gott wieder um Rat. Gott riet ihm Hafer zu säen. Der Teufel nahm die Haferkörner zwischen zwei Fingerspitzen und rannte zum anderen Ende des Feldes wobei er rief: "Hafer, Hafer". Inzwischen war es Gott eingefallen, dass Hafer gutes Getreide war und er wollte den Teufel daran hindern, es auszusäen. Der Teufel musste über eine Brücke laufen. Da befahl Gott einem seiner Engel, schnell unter die Brücke zu kriechen und den Teufel so zu erschrecken, dass er den Namen des Samens vergesse. Der Engel führte den Befehl aus: er kroch unter die Brücke und wartete auf den Teufel. Als nun der Teufel über die Brücke lief, packte der Engel ihn beim Schwanz. Der Teufel erschrak so, dass er den Namen des Samens vergaß. Der Engel erklärte ihm, das sei Distelsamen. Da lief der Teufel weiter und rief immerzu: "Distel! Distel!" Als er sein Feld erreichte, säte er anstelle des Hafers Disteln aus.

Und so ist es noch bis heute geblieben: wenn wir Getreide sehen, so ist es von Gott, finden wir aber Unkraut — wie Vogelwicken und Disteln — so wissen wir, dass sie vom Teufel kommen.

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