Wie die Vögel entstanden sind

From Pasakas un teikas
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Die Rebhühner waren früher die Hühner des Teufels. Sie waren damals größer als heute: So groß wie ein ordentliches Huhn. Dass sie so klein wurden, geschah auf folgende Weise: Der liebe Gott hatte auf einem Acker in der Nähe des Teufelshofes Gerste ausgesät. Die Gerste gedieh prächtig und war schon fast reif. Als Gott eines Tages sein Gerstenfeld besichtigte, erblickte er die Hühner des Teufels, die sich in seiner Gerste tummelten. Er jagte sie hinaus und ermahnte den Teufel, die Hühner nicht mehr in seine Gerste zu lassen. Der Teufel antwortete: „Sie gehen ja von selbst in die Gerste. Am nächsten Tag sah Gott wieder, dass die Hühner sich in seiner Gerste tummelten. Jetzt wurde er ernstlich böse und stellte den Hasen, den Igel und den Maulwurf als Wächter auf, wobei er sie ermahnte, die Hühner des Teufels, sobald sie erscheinen sollten, einzufangen. Gut, sie fingen sie ein. Da kam Gottselbst und gab den Befehl, sie alle umzubringen. Jetzt war der Hase, der Igel und der Maulwurf in Not: Wie sollten sie es nur anstellen, wie konnten sie nur die Hühner umbringen? Da war guter Rat teuer. Schließlich baten sie den Krebs, ihnen mit seinen Scheren behilflich zu sein. Der Krebs begann an den Hühnern herumzuschnippeln. Er schnippelte, wie es sich gerade ergab und wie es ihm einfiel. Manchem Huhn stutzte er nur die Flügel: Das sind unsere heutigen Hühner, die deshalb nicht mehr fliegen können. Andere beschnippelte er von allen Seiten, und sie wurden dadurch viel kleiner: Das sind die heutigen Rebhühner. Einige aber kamen heil davon: Das sind die heutigen Wildgänse.

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