Der Teufel versteckt das Feuer

From Pasakas un teikas
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In uralten Zeiten hatte Gott einmal Bedarf an Feuer, das ihm fehlte. Sein Nachbar, der Teufel hatte dagegen Feuer wie Spreu. Da kam dem lieben Gott der Einfall, dem Teufel ein wenig Feuer zu entwenden, aber da er selbst dies nicht konnte, schickte er an seiner statt, die Schwalbe. Gedacht — getan. Die Schwalbe schlich, ohne dass der Teufel es merkte, heran und schaute ihm ab, wie man zu Feuer komme. Als sie alles wohl wahrgenommen hatte, rief sie: "Stein und Stahl — Feuer genug!" Und rannte sogleich Hals über Kopf davon. Als der Teufel sah, dass die Schwalbe hinter sein Geheimnis gekommen war, wollte er sie totschlagen und warf nach ihr mit einem brennenden Feuerbrand. Zum Glück traf jedoch das eine Ende des Brandes ihren Schwanz, während das andere ihr Genick nur leicht berührte. Noch heute kann man sich davon überzeugen, dass dies die lautere Wahrheit ist. Betrachte eine Schwalbe, und du wirst du sehen, dass ihr Schwanz gekerbt und ihr Nacken rot angesengt ist.

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