Dievs ar Velnu grib viens otru sabaidīt / Gott und der Teufel wollen einander erschrecken

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Source
About subject(s)
About topic(s)
About place(s)
Original metadata:
Collector
Informant(s)
Place of recording Lubāna
Year of recording
Age of informant
Other publications
Comments
Latviski (edit) Deutsch (edit)
Reiz senos laikos, Dievs un Velns nozaguši teļu. Tūliņ aiznesuši teļu mājā un likuši katlā vārīt. Velns gribējis teļu apēst viens, Dievs arī gribējis tāpat. Ko nu darīt? Beidzot Velns teicis Dievam: "Kuŗš mēs būsim drošāks, tam piederēs teļš." Labi.

Velns gājis pirmais Dievu biedēt. Dievs apsēdies un kurinājis zem katla uguni, bet Velns iegājis mežā un pilnā kaklā sācis kliegt, skriet un zarus lauzt. Gan sapūtis vēju, gan locījis kokus, bet Dievs sēdējis mierīgi un kurinājis uguni. Pēc laiciņa Velns klātu un prasot: "Nu, vai nobijies?"

"Ir ausu nepakustināju." Par to Velns ļoti noskumis, bet neko darīt.

Tagad gājis Dievs Velnu biedēt. Tas iegājis mežā, atplēsis kokam mizu, sitis par to un teicis: "Ai, ai, nesit, es neesmu vainīgs. Vainīgs ir tas, kas sēž pie uguns!"

Kamēr Dievs iegājis mežā Velnu biedēt, tamēr Velns izrāvis teļa nierus un sācis kodīt. Bet līdz ko izdzirdis mežā saucam, tūdaļ izlaidis sakodītos nierus no mutes, meties projām ko kājas nes. Bet Dievs atnācis pie katla un teicis: "Celies augšā!"

Tūlīt teļš izlēcis no katla dzīvs, tikai abi nieri, nabagam, bijuši sakodīti. Un tāpēc vēl šodien teļiem sakodīti nieri.

Einmal in alten Zeiten haben Gott und der Teufel gemeinsam ein Kalb gestohlen. Sie brachten das Kalb gleich nach Hause und begannen es zu kochen. Der Teufel wollte das Kalb ganz allein aufessen, aber auch Gott wollte dasselbe. Was war nun zu tun? Schließlich sagte der Teufel zu Gott: "Wer von uns beiden sich als der Mutigere erweisen wird, dem soll das Kalb gehören." Gut!

Der Teufel sollte als erster Gott erschrecken. Gott setzte sich hin und schürte das Feuer unter dem Kochkessel, der Teufel dagegen lief in den Wald und begann dort herumzulaufen, aus vollem Halse zu schreien und Zweige zu brechen. Er ließ Wind brausen, der die Bäume bog, aber Gott saß nur ruhig und schürte das Feuer. Kurz darauf kehrte der Teufel zurück und fragte Gott:

"Nun, hast du dich erschrocken?"

"Keineswegs," antwortete Gott. Darüber war der Teufel sehr betrübt, aber was sollte man machen. Jetzt war Gott an der Reihe, den Teufel zu erschrecken. Er ging in den Wald, riss ein Stück Baumrinde ab, schlug darauf und rief: "Aua, aua! Schlag mich nicht, schlag mich nicht, ich bin nicht der Schuldige. Der Schuldige ist der, der dort am Feuer sitzt!"

Nachdem Gott sich in den Wald begeben hatte, um den Teufel zu erschrecken, hatte der Teufel die Nieren aus dem Kessel geholt und biss darauf herum. Aber sobald er das Schreien aus dem Walde vernahm, warf er die Nieren weg und ergriff die Flucht Gott kehrte zu dem Kessel zurück und sagte: "Steh auf!" Und das Kalb sprang sogleich heil und munter aus dem Kochkessel, nur die beiden Nieren waren angebissen. Und deshalb haben Kälber noch heute Nieren mit Bissspuren.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox