Gott und der Teufel ärgern einander

From Pasakas un teikas
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Gott und der Teufel gerieten in Streit. Gott behauptete, der Teufel könne den Klotz, der an jener Bergseite liege, nicht von der Stelle bewegen. Der Teufel wiederum versteifte sich darauf, dass er es sehr wohl könne, wenn er es nur wolle. Schließlich ging der Teufel los, um auszuprobieren, ob er es schaffen konnte oder nicht. Der Teufel stellte sich unterhalb des Klotzes hin und begann sich um den Klotz zu mühen: er schob ihn, er stemmte sich dagegen, er drückte ihn, aber der Klotz war nicht von der Stelle zu bewegen. Beschämt kehrte der Teufel zu Gott zurück. Gott, der sehr wohl wusste, dass der Teufel den Klotz nicht von der Stelle bewegt hatte, lachte ihn aus: er habe schon gleich gewusst, dass der Teufel es nicht schaffen werde. Hätte er versucht, den Klotz den Berg hinunter zu rollen, dann wäre es sicher gelungen.

"Wenn ich gewollt hätte, hätte ich es schon geschafft!" Antwortete der Teufel, ging wieder an den Klotz und versuchte ihn nun so zu rollen, wie Gott es gesagt hatte. Und wahrhaftig Kaum angestoßen, rollte der Klotz polternd den Berg hinunter. Er kam zu Gott zurück, und prahlte, dass er den Klotz hinuntergerollt habe. Gott antwortete, er habe es ja doch nur mit seinem Rat geschafft, aber der Teufel wollte es nicht zugeben und log, dass er schon gleich zu Anfang gesagt habe, er könne es, wenn er nur wolle, und zuerst habe er es einfach nicht gewollt.

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