Gott und der Teufel ärgern einander

From Pasakas un teikas
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Comments: Vgl. d. 11. Märchen aus Bd. X. P. Š.


Einmal gingen Gott und der Teufel die Landstraße entlang. Gott hatte drei Käsestücke mit. Sie gingen und gingen, bis sie müde wurden. Da beschlossen sie, im Walde Rast zu machen und sich zu erholen. Als sie sich hingesetzt hatten, schlief Gott ein. Während, Gott schlief, stibitzte der Teufel ihm zwei Käsestücke und aß sie auf. Als nun Gott nach einer Weile erwachte, da sah er, dass zwei Käsestücke verschwunden waren. Er fragte den Teufel, ob er sie aufgegessen habe. Oh, nein, oh, nein, er habe ja auch geschlafen. Nun, wenn nicht, denn nicht. Was kann man da machen? Sie gehen weiter. Nach einer Weile erblickt der Teufel einen Ameisenhaufen und fragt Gott, was das sei. Ach, das sei ja ein Geldhaufen. Derjenige, der seinen Käse aufgegessen habe, könne davon nehmen, soviel er nur wolle. Nun, er habe ja doch den Käse aufgegessen, meint da der Teufel. Da könne er ja das Gold nehmen! Gleich lief der Teufel an den Ameisenhaufen und stopfte sich die Taschen voll. Schließlich schüttete er sie auch noch hinter das Hemd, da war ja auch noch Platz. Als die Ameisen ihn aber zu stechen begannen, da lief der Teufel zu Gott und bat ihn, ihn von den Ameisen zu erlösen. Aber Gott lachte nur und freute sich über seinen Sieg.

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