Gott und der Teufel ärgern einander

From Pasakas un teikas
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An einem Sonntag — während ein Ungewitter tobte — war ein frommer alter Mann zur Kirche unterwegs. Da sah er, dass ein feiner, schwarzgekleideter Jungherr unter einer Brücke hervorkroch und ihm zurief: "Das ist ein echtes Teufelswetter heute!"

"Nein, Jungherr," antwortete der Alte, "es ist Gottes Wetterchen!"

Der feine Jungherr bedrängte den Alten und versprach ihm noch viel Geld, wenn er nur sagen wolle, dass es ein wahres Teufelswetter sei. Aber der fromme Alte ließ sich nicht überreden und antwortete nur immer: "Nein Jungherr, Gottes Wetterchen!" Auf einmal war der Jungherr verschwunden, der Alte aber setzte seinen Weg zur Kirche fort. Der Alte begriff, dass der Jungherr der Teufel selbst oder einer seiner Knechte gewesen sein musste. Deshalb, ging er nach dem Gottesdienst zu dem Pfarrer und erzählte ihm haarklein die ganze Begebenheit und alles von seiner Begegnung mit dem feinen Jungherrn. Als der Pfarrer hörte, dass man dem Alten viel Geld für ein geringes Sprüchlein versprochen hatte, eilte er selbst zur Brücke, um das dem Alten versprochene Geld zu bekommen. Als der Pfarrer ankam, kroch der feine Jungherr auch wahrhaftig unter der Brücke hervor; als er jedoch den Pfarrer erblickte, rief er, indem er ihn mit Händen und Füßen abwehrte: "Komm nicht, komm nicht, du gehörst mir schon lange!"

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