Dievs dara cilvēkiem labu, Velns ļaunu / Gott tut den Menschen Gutes, der Teufel Schlechtes

From Pasakas un teikas
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Velns teicis: "Kūm, iesim mēs uz vienu ciemu!" Dievs teicis: "Nu, uz kurieni?" Velns stāstījis: "Iesim mēs uz to mazo mājiņu, tur sievai būs dēls; nospriedīsim tam laimi." — Labi. Aiziet. Dievs piedauza pie rūts. Velns saka: "Nesit tik stipri, izbaidīsi!" Dievs saka: "Jo stiprāk, jo labāk!" Nu sāk laimi spriest. Dievs saka: "Posta purvos, mežos viņam dzīvot!" Velns saka: "Gŗūti, gŗūti būs! Spriedīsim labāk tā: septiņus gadus pa mežu staigāt un žagarus kodīt!" "Nē," Dievs saka: "lai paliek, kā es teicu. Posta purvos dzīvos, bet bagāts paliks; sauju metīs, bet vezumu vedīs; vienu pirks, bet piecus nopirks!" "Nu," Velns piekrīt: "lai viņš dzīvo manis pēc kaut purvos!" Bērns izaug un sāk ar dzīvot purvos. Iztaisa ēkas, laimīgi dzīvo. Ja vienu dienu strādā, desmit dienām padara. Ķēvei katru gadu pa divi kumeļi. Cūkai katru gadu divi reizi pa divpadsmit sivēnu. Tā viņš divdesmit gados izvēršas par bagātu vīru un viņam jau ir divpadsmit bērnu, un visi aug lieli un strādā. Tā vienu dienu Dievs ar Velnu apdomā iet skatīties, kā viņš pa purvu dzīvo. Atnāk viņi, apskatās. Velns brīnās: "Par ko viņš tik bagāts palika manā muižā?" Dievs teic: "Kūm, mēs tak viņam laimi nospriedām!" Velns: "Kad viņš bija maziņš, kā tad viņš varēja dzirdēt, ko mēs runājām?" — "Laime pateica" — Dievs atsaka. — "Es neesmu teicis!" Velns saka. Dievs saka: "Es ar neteicu Laime pateica!" "Vai mēs esam tā Laime?" Velns brīnās. Nu Dievs liek Velnam pasmelt ūdeni spainī un nomazgāt acis, tad Laimi redzēšot. Velns pieiet, iesmeļ ūdeni, nomazgā acis un ierauga sev uz pieres ragus. Dievs saka: "Steidzies nu uz saviem veciem purviem un neuzmaldies vairs ļaužu sētās. Es viens pats zināšu par to vīru, kas purvā dzīvo un maizi ēd!" Velns brīnas: "Kā, kūm, vai tad man vairs līdza neiesi?" Dievs atsaka: "Ej tu pa saviem purviem, es dzīvošu pa savu debesi un zemi." Der Teufel sagte: "Komm, Gevatter, wir wollen jemand einen Besuch abstatten." "Wen möchtest du denn besuchen?" Fragte Gott. Da antwortete der Teufel: "In dem kleinen Haus dort erwartet eine Frau einen Sohn; wir wollen hingehen und sein Lebensschicksal bestimmen." Gut, sie machen sich auf den Weg. Als sie angekommen sind, klopft Gott an die Fensterscheibe. Da sagt der Teufel: "Klopfe nicht so laut, du wirst sie sonst erschrecken!" Gott aber meint: "Je lauter, desto besser!" Nun beginnen sie, das Schicksal des Kindes zu bestimmen. Gott sagt: "Im Sumpf und Wald wird er leben müssen!" Darauf der Teufel: "Schwer, schwer wird er es haben. Wir wollen es lieber so bestimmen: sieben Jahre lang soll er in Wäldern leben und nur Reisig nagen."

"Nein," antwortet Gott, "es soll so bleiben, wie ich es bestimmt habe. In Sümpfen wird er leben, aber reich soll er dabei werden. Eine Handvoll wird er aussäen, eine Fuhre wird er einbringen; wenn er eine Sache kaufen wird, wird er zehn bekommen!" "Nun," stimmte der Teufel schließlich zu, "meinetwegen kann er auch, im Sumpf leben!"

Das Kind wuchs zu einem Manne heran und begann im Sumpf zu leben. Er erbaute sich ein Haus und lebte glücklich. Wenn er nur einen Tag arbeitete, so schaffte er für zehn Tage. Seine Stute bekam jedes Jahr zwei Fohlen, seine Sau warf zweimal im Jahr je zwölf Ferkel. In zwanzig Jahren war er ein reicher Mann geworden und Vater von zwölf Kindern. Alle zwölf wuchsen heran und waren fleißige Arbeiter.

Eines Tages beschlossen Gott und der Teufel nach dem Manne, der im Sumpf leben sollte, zu sehen. Der Teufel begann sich zu wundern: "Wieso kann er auf meinem Gut so reich geworden sein?" Darauf sagte Gott: "Aber Gevatter, wir selbst haben ja sein Lebensschicksal (sein Glück) bestimmt!" Der Teufel meinte: "Er war ja damals so klein, wieso hätte er denn verstehen können, was wir gesprochen haben?" "Die Laime selbst wird es ihm gesagt haben!" "Sind wir es nicht selbst?" Wunderte sich der Teufel. Da befahl Gott dem Teufel, Wasser zu schöpfen und seine Augen zu waschen, dann werde er schon die Laime zu sehen bekommen. Der Teufel schöpft Wasser, benetzt seine Augen und erblickt Hörner an seiner Stirn. Da sprich Gott zu ihm: "Eile nun zurück in deine Sümpfe und lass dich nicht mehr auf den Höfen der Menschen sehen. Ich werde mich allein um den Mann kümmern, der im Sumpf lebt und dort sein Brot isst!"

Der Teufel wundert sich: "Wieso, Gevatter, wollen wir nicht mehr zusammen gehen?"

Darauf antwortet Gott: "Geh du nur in deine Sümpfe, ich werde in meinem Himmel und auf meiner Erde leben!"

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