Dievs dara cilvēkiem labu, Velns ļaunu / Gott tut den Menschen Gutes, der Teufel Schlechtes

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Source
About subject(s)
About topic(s)
About place(s)
Original metadata:
Collector
Informant(s)
Place of recording Vadakstes pagasts
Year of recording
Age of informant
Other publications
Comments
Latviski (edit) Deutsch (edit)
Reiz ganījis ganiņš lopus. Pie viņa atnācis viens vecs vecītis, Dievs — bet ganiņš to nav zinājis — un teicis: "Skrej, puisīt, tur viens cilvēks mirst!" Jā, šis aizskrien un redz, ka tas cilvēks ilgi mirst. Viņš redz, ka tas nomirst un atkal atdzīvojas. Dvēselei grūti šķirties. Tā nobučo kājas, rokas un tad tikai aiziet. Viņš redz arī, ka to pavada daudz eņģeļu, bet citi bērinieki to neredz. Kad nu viņš aiziet atkal ganos, vecītis prasa: "Nu, ko tad tu redzēji?" — "Vai, cik smuki! Dvēsele nobučoja kājas, rokas un tad tikai aizgāja."

Pēc kāda laika atnāk atkal vecītis un prasa: "Nu, vai gribi vēl redzēt, kā cilvēks mirst?" — "Jā!" — "Nu, tad ej! Es tās govis tavā vietā paganīšu." Aizgājis redz: atkal cilvēks mirst, bet šoreiz ienāk Velns un izrauj dvēseli ar visām asinim, un skriedams prom, pat visu sienu notašķījis. Bet citi bērinieki to neredz, tie saka: "Vai, cik tas viegli aizgāja! Nemaz nemocījās tā, kā tas pagājušo reizi." Bet puika saka: "Eita nu eita! Pagājušo reizi bija tik smuki. Eņģeļi pavadīja dvēseli. Bet šoreiz, kad ņēma Velns, tā izrāva dvēseli ar visām asinim, ka visa siena tika asiņaina."

Cilvēki sāk nu arī skatīties un ierauga: ir arī! Šie sāk prasīt: "Kā tad tu to visu vari redzēt?" — "Jā, es redzu!"

Nu puišelis aiziet atkal ganos. Vecītis atkal prasa: "Bet puišel, kam tad tu stāstīji to, ko redzēji? Tas nav labi!" Un tā vairāk viņu nekad nav laidis mirējus iet skatīties.

Ein Hirtenknabe hütete das Vieh. Ein alter Mann kam auf ihn zu — es war Gott selbst, aber das wusste der Hirtenknabe nicht — und sagte: "Laufe, Bübchen, dort liegt ein Mann im Sterben!" Ja, er läuft hin und sieht, dass ein Mann stirbt, das Sterben dauert lange. Er sieht, dass der Mann stirbt und wieder zum Leben erwacht, denn der Seele fällt es schwer, sich von ihm zu trennen. Sie küsst seine Füße und seine Hände und entfernt sich dann schließlich. Er sieht, dass viele Engel sie begleiten, die anderen Menschen sehen es jedoch nicht. Als er auf die Hütung zurückkehrt, fragt der Alte: "Nun, was hast du denn gesehen?" — "Ach, es war so schön! Die Seele hat die Füße und die Hände (des Sterbenden) geküsst und hat ihn erst dann verlassen."

Einige Zeit darauf kam der Alte wieder zu dem Hirtenknaben und fragte ihn: "Nun, willst du noch einmal sehen, wie ein Mensch stirbt? — "Ja!" — "Nun, so geh! Ich werde so lange die Kühe hüten." Der Junge geht hin und sieht: wieder liegt ein Mensch im Sterben. Diesmal aber kommt der Teufel und reißt ihm die Seele noch blutig aus der Brust, wobei er auch die Wand mit Blut bespritzt. Die anderen Leute sehen es jedoch nicht und sagen: "Wie leicht ist er davongegangen. Er hat sich gar nicht gequält wie der andere vor einiger Zeit." Der Junge aber sagte: "Geht nun geht! Voriges Mal, das war ein schönes Sterben. Da haben die Engel die Seele begleitet. Aber diesmal hat der Teufel sie noch blutig dem Sterbenden entrissen, die ganze Wand hat er mit Blut bespritzt!"

Jetzt schauen die Leute genauer hin: ja, es ist wahr! Da fragen sie ihn: "Wieso kannst du das alles sehen?" — "Ja, ich sehe es!"

Der Junge kehrte auf die Hütung zurück. Der Alte fragte ihn wieder: "Aber Junge, warum hast du denn anderen erzählt, was du gesehen hattest? Das war nicht gut!" Und seit der Zeit ließ er ihn nicht mehr Sterbende sehen.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox