Gott tut den Menschen Gutes, der Teufel Schlechtes

From Pasakas un teikas
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Einmal begaben sich der Teufel und der Engel aufs Feld hinaus. Als sie beide so gingen, sahen sie einen Bauer, der gerade beim Säen war. Da fragte der Teufel den Engel: "Was ist das, was der Bauer dort aussät?"

"Er sät Roggen aus," antwortete der Engel.

"Sein Roggen wird nicht gut gedeihen: auf jeden Pferdehuf nur eine Ähre," sagte der Teufel, denn er mochte einen anderen Bauern, der reich war.

Später suchte der Engel den Bauer auf und sagte: "Du sollst dein Roggenfeld vom Pferd gut festtreten lassen, so dass Huf neben Huf kommt."

Der Bauer tut es. Kurz darauf kommen der Teufel und der Engel wieder zusammen an das Roggenfeld. Der Engel sagt: "Sieh wie prächtig sein Roggen gedeiht!"

"Ich werde seinen Roggen vom Hagel niederschlagen lassen", antwortet der Teufel, und beide gehen davon.

Später kommt der Engel wieder allein zu dem Bauer und sagt:

"Geh und verkaufe deine Roggensaat an deinen reichen Nachbarn er wird dir viel Geld dafür geben."

Gut. Der Bauer begibt sich zu seinem Nachbarn und bittet ihn, seine Roggensaat zu kaufen, er habe Geld sehr nötig. Der reiche Bauer ist damit einverstanden und gibt ihm einen Haufen Geld. Kurz darauf kommen der Teufel und der Engel wieder ans Feld: das Getreide ist vom Hagel niedergeschlagen. Der Teufel sagt: "Siehst du, wie ich seine Saat zerstört habe!"

"Du hast ihm aber nichts antun können, denn er hatte das Getreide an seinen Nachbarn verkauft."

"Nun, dann will ich den niedergeschlagenen Roggen wieder gut wachsen lassen," antwortet der Teufel und beide gehen davon.

Der Engel besucht seinen Bauern und rät ihm, den Roggen zurück zu kaufen. Der Bauer begibt sich zu seinem Nachbarn und sagt ihm, er möchte seinen Roggen zurückkaufen, sie wollten den Schaden gemeinsam tragen. Er bekommt den Roggen für wenig Geld zurück.

Kurze Zeit darauf kommen der Teufel und der Engel zusammen ans Roggenfeld und der Teufel sagt: "Sieh, wie schön sich der Roggen wieder aufgerichtet hat. Ich konnte ihm doch noch Gutes antun (dem Reichen)."

"Der Bauer hatte aber den Roggen von seinem Nachbarn bereits zurückgekauft," sagt der Engel.

"Dafür wird er aber nur ein Lof Getreide von jeder Tenne bekommen, wenn er dreschen wird."

Nun gut. Am Abend, begibt sich der Engel wieder zu dem Bauern und sagt, dass er heim Dreschen das Getreide nur fußhoch auf die Tenne ausbreiten solle, dann würde das Korn gut fallen. Der Bauer befolgt seinen Rat: bald ist sein Speicher mit Getreide gefüllt. Eines Tages begegnen sich der Teufel und der Engel wieder. Jetzt erzählt der Engel dem Teufel, der Speicher des Bauern sei mit Getreide gefüllt.

"Dafür werde ich bald den Blitz auf seinen Hof einschlagen lassen", antwortet der Teufel.

Am Abend besucht der Engel wieder den Bauern und sagt ihm, er möchte am nächsten Morgen zwei Kerzen zur Kirche bringen: eine für einen Rubel, die zweite für eine Kopekc. Die Rubelkerze solle er rechts, die Kopekenkerze links aufstellen. Der Bauer befolgt seinen Rat.

Nun gut. Am nächsten Morgen gehen der Teufel und der Engel in die Kirche und setzen sich hin. Da spricht der Engel zu dem Teufel: "Sieh, der Bauer liebt dich doch mehr als mich, obwohl du ihm immer nur Schaden zugefügt hast. Jetzt zündet er für dich eine Rubelkerze, für mich nur eine Kopekenkerze an, dennoch willst du seinen Hof niederbrennen lassen."

"Nun, so lasse ich es diesmal bleiben und tue ihm nichts Böses mehr an," sagt der Teufel.

Der arme Bauer wurde ebenso reich wie sein Nachbar.

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