Gott tut den Menschen Gutes, der Teufel Schlechtes

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein reicher Bauer. Er hatte viele Freunde. Auch Gott, und der Teufel gehörten zu seinen Freunden. Einmal sagte Gott, der Bauer sei ihm ein besserer Freund als dem Teufel. Der Teufel wollte es nicht glauben, denn er meinte, der Bauer sei besser zu ihm als zu Gott. Da weder der eine noch der andere seine Behauptung beweisen konnte, schlössen sie eine Wette ab. Sollte der Bauer in die Fußstapfen Gottes treten und seine Geschöpfe (auch die Schafe) lieben und ihnen gleichen, dann habe Gott die Wette gewonnen, sollte der Bauer jedoch in die Fußstapfen des Teufels gehen, seine Geschöpfe lieben (die Schweine) und ihnen gleichen, so habe der Teufel die Wette gewonnen.

Es war ein sehr fruchtbares Jahr. Der Bauer klagte, diesmal habe er soviel Brot, dass er nicht mehr wisse, wohin damit. Der Teufel als guter Freund wollte dem Bauern behilflich sein. Er belehrte den Bauern, das Getreide zu trinken, wenn er es schon nicht aufessen könne. Damals verstand der Bauer noch nicht, Getreide zu trinken. Der Teufel half ihm weiter. Die kleinen Teufel schleppten einige Säcke Getreide in die Hölle und machten Branntwein daraus. Als der Bauer das neue Getränk genoss, freute er sich sehr über die prächtige Entdeckung. Schließlich war er ganz berauscht und begann seine Frau zu schlagen. Dabei fielen beide in den Schlamm und wälzten sich darin wie Schweine im Morast. Da rief der Teufel auch Gott herbei, um ihm zu zeigen, dass der gute Bauer in die Fußstapfen des Teufels und der Schweine gehe. Diesmal hatte der Teufel die Wette gewonnen.

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